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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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das Gute u. Vosezu elVennen überh. 45

121. Wiederum : Einem priemen ist eineetliche Tage lang cominuirte Ruhe,eine aufsei-ne Kranckheit gerichtete Aryene^, eine ausier-yrdeutliche Wärme gut. Einen Gesundenoder macht sie faul; und ein Gesunder verderbetsich, wenn er ofte ArHeney braucht, und seine Zim-mer warm halt, als wenn er kranckwäre. EinemIrrenden, der noch in pr^uciiciis steckt, mußmal? durch einen ehrlichen Betrug gewinnen«Bey einem Weisen ist aller Betrug verdächtig.Ein Wollüstiger, Geitziger und Trunckenboiobessert sich, wann seine Wollust, sein Geiyund seine Tnmckenheie abnehmen; aberein keuscher, freygebiger und nüchterner Menschverschlimmert sich, wenn er in einem derglcichenmäßigen <3l- wollüstig, geitzig und der Trun-ckenheit ergeben wird.

122. Mit del' vorigen Einthei'lung des Gutenhat folgende einige Verwandniß. Das Guteund Böse wird entweder oder /»-^Mitge-nommen, das ist, das Gute bestehet entwederin der Erlangung einer angenehmen Sache,oder in der Beraubung einer unangenehmen«Und dasBose bestehet entweder in Erhaltungeiner unangenehmen, oder in Beraubungeiner angenehmen Sache.

I >.z. Aso ist die Erlernung zuvor unbek<m<-ter LVisienschafcen, die Erhaltung neuerEhre und Freyheiten, die Erwerbung eines biss-hex