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her »licht gehabten Vermögens u. s.w. xo-lltive gut, die iLntledigung aber aus der Ge-fängniß, die Genesung von derAranckhetc
u. f. w. ist unter die bona privstive t^Iia zu rech"nen. Gleicher weise ist die Rranckheit, dieVerwundung, derSchmery, die Schmachxoütive ein Übe!, die iLinöerckerung aber, dieBeraubung unsers Vermögens »der unsererEhreN'Stellen ein rnalum privarivum.
1:4- Ferner so sind etliche Güter sehr edel undhöchst- nothwendig, ohne die des Menschensein Wesen entweder gar nicht bestehen kcm, oderdoch elend und gesiümmelt seyn würde; etlicheaber find nicht so edel und nothwendig,dergestalt daß der Mensch ohne dieselben gar wohlbestehen kan, auch ohne sie nicht elend zu nennenist; sie werden aber unter die Zahl guter Din-ge gerechnet, weil der Mensch, so selbige besitzet,mehr Gelegenheit hat andern Menschen gutes zuerweisen, als wenn er sie nicht hat.
125. Also sind Gesundheit, AVeißheit undTugend sehr edele und höchst-nothwendige Gü-ter; Freyheit aber, auserliche <Lhre, Reich-thum, Freunde, sind nicht so nothwendig, worzuwir auch meistenlheilö das äecorum rechnen.
ü6. Daraus wird aber leicht zu begreiffenseyn die doppelte Art des Sojen, deren einesdem nochwendtgen Guten entgegen gesetzet
wird,