48 Dasi.H.vonderGelahcheit
ein unmittelbares Gut, das deß MenschenDatierung und Wesen für sich erhält' als L.e-ben, Gesundheit, VOeißheit, Tugend;oder ein mittelbares Gut, weiches zu Erlan-gung mw Vermehrung besagter ur.mtttelbcirmGüter dienet, als Geld, Speise und Tranck,Lwcliren, Übung in tugendhaften Thaten ; Je-nes ist der Zweck des menschlichen Thun undLassens, dieses die Mitte! darzu- Und je ent-fsrneter diele Mittel sei?n, oder je leichter derMensch derselben entbehren kan, je in gerin-gern (Z^ä des guten verdienen sie auch gesetzetzu werden.
i!9. Endlich, weil so rsvhl das Gute alsBöse unterschiedene Grade haben, und wir all-bereit oben erinnert, daß das dauerhafteste Guteund Böse die andern allezeit übcrwäge, so wirdauch in Ansehen dieser Anmerckung- das Guteentweder vor ein wnrcritches Gut gebraucht z.als Leben, Gesundheit, Weißheit, Tugend; odervor ein kiemer Ubc!, als Verlierimg feinesVermögens das Leben zu erhalten, sterben fürseine Freunde u° s. w. Gleichergestalt wird auchdas Übel entweder für ein würcklichUbel ge,lwmmen, als Ungesundheit, Irrthum, lieder-lich Leben; oder für ein kleineres Gut, als Er?langung Reichthums mit Verlust der Gesund-heit , gut Gedächtniß mit Verlust oder VeroMgeru»S des ^uücii, Mlahrheit in änfferli-