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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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58 Dasv<m der grosten

4- GlückseeUg seyn, heist daß wahre Gutdes Menschen besitzen. Die höchste Glück-feeligteit aber wird auf zrpeyerley Art genom-men; entweder, wenn man die unterschiedenenGüter des Menschen, in Ansehen ihrer unterschie-denen <?raäe, gegen einander halt, vor dieBesitzung des edelsten Guts; oder, in An-sehung seiner VolMmmenheit, vor die Besi-tzung aller der menschlichen Güter insge-Amt, oder zum wenigsten derjenigen, die wirvben hächstnochwendig genennet haben.

5. Was den ersten Verstand betrifft, so weisetbald anfanglich dasjenige, was wir im vorigen Ca»pitel crwehnet haben, daß , weil Reichthum,kLhre, Freyheit, Freunde , und das ^o? ?m/m'cht nothwendige Güter fevn, auch keines von de-nenselben vor die höchste GlücGeligkeit des Men-schen gehalten werden könne.

6. Zugeschweigen, daß GOtt dem MenschenLingepflantzst hat dem Guten nach zu trachten,und folglich auch dieses höchste Gut von demMenschen müsse können erlanget werden, oderzum wenigsten solches nicht von dem blossen Glück^exenäiren müsse, da doch alle obberührte Artenunter die Güter des Glücks , auch nach allge-meiner Meynung, gerechnet werden.

7. Reichthum und Ehre kan das höchsteGut nicht seyn, weil alle Regeln, die dieser-

wegen