58 Dasv<m der grosten
4- GlückseeUg seyn, heist daß wahre Gutdes Menschen besitzen. Die höchste Glück-feeligteit aber wird auf zrpeyerley Art genom-men; entweder, wenn man die unterschiedenenGüter des Menschen, in Ansehen ihrer unterschie-denen <?raäe, gegen einander halt, vor dieBesitzung des edelsten Guts; oder, in An-sehung seiner VolMmmenheit, vor die Besi-tzung aller der menschlichen Güter insge-Amt, oder zum wenigsten derjenigen, die wirvben hächstnochwendig genennet haben.
5. Was den ersten Verstand betrifft, so weisetbald anfanglich dasjenige, was wir im vorigen Ca»pitel crwehnet haben, daß , weil Reichthum,kLhre, Freyheit, Freunde , und das ^o? ?m/m'cht nothwendige Güter fevn, auch keines von de-nenselben vor die höchste GlücGeligkeit des Men-schen gehalten werden könne.
6. Zugeschweigen, daß GOtt dem MenschenLingepflantzst hat dem Guten nach zu trachten,und folglich auch dieses höchste Gut von demMenschen müsse können erlanget werden, oderzum wenigsten solches nicht von dem blossen Glück^exenäiren müsse, da doch alle obberührte Artenunter die Güter des Glücks , auch nach allge-meiner Meynung, gerechnet werden.
7. Reichthum und Ehre kan das höchsteGut nicht seyn, weil alle Regeln, die dieser-
wegen