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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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GlSckseelWelt des Menschen, zy

Wegen in der Oeconomie und ?oliric gegebenwerden, weil sie nur auf einen seinen Grund gesbauet sind, Vielfältig triegen können: indemGOtl täglich durch eine Mnge Exempel dartbut>daß die irmiwnMesten Leute zu Reichthum undEhre gelangen, und diejenigen, die nach denenGrund? Sätzen gesunder Bernunffc Reichthumund Ehre suchen, zum vftern arm und in einenNiedrigen Stande bleiben müssen-

8- Ferner so ist der reichste und mZchtiA--fie König wahrhaftig elend, wenn er kranckund ungesund oder sonst in seinem Gemüthe«ine unruhige Beänstigung empfindet» Da?Hingegentheil der ärmste Mensch, der z. E- na-ckend und bloß aus einer jählich entstandenenFeuers-Brunst sein Leben retten muß, wenn esanders gesund und tugendhaft ist, wahrhaftignicht elend ist ; weil er entweder durch Millei-digkeit anderer Menschen (ohne schändlichesund tadelns- würdiges Betteln) odtr durch Ar-beit sattsam Gelegenheit findet, seine Blosse zubedecken, und seinen Hunger zu stillen; oder,wenn er seiner ÄSeÄen nur Meister ist, auchin dem wildesten Walde mit Wasser und Wur-tzcln zur Noth begnügt ist. Und da einPinien mich unter dem Richt-Beile wegen sei-ner Gemüths- Ruhe von vernünftigen Men-schen Bensidungs-würdig geachtet wit d,geschwei>ge denn, wenn ihn ein Tyrann nur schlechtwegftiner Ehren? Aembtsr beraubete, und in den

gering-?