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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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64 Das !.H. von der großen

(das wir cillhier, wie erwchnet, nicht betrachten)todt, ober schon in der grösten Freyheil lebet.

^8- So zieret auch niernechst zwar das o-?.ro? ttm einem Menschen überaus sehr, ja es siehetauch dasielbige in der Menschen Willkühr, oderes kcm doch zum wenigsten von allen und jeden,in was Stande sie seyn, vhne Mühe und Kostenerhalten werden: Aber es macht doch deswe-gen das Decorum einen ungesunden, in Irr-thümern und Lastern steckenden Menschennicht glücklich, ja der Mangel des (wennwir denselben nur von dem inäecoro oderder Unverschamheit recht entscheiden) machtden Menschen so wenig elend, als wenig derMc.ngel schönen Haares den menschlichen Leibverstümmelt.

19. Aber nun müssen wir diejenigen Guterbetrachten, die wiroben als edeleund nothwen-dige angegeben, aus denen nemlich des Menschensein Wesen bestehet, nemlich die Güter des Lei -bes und der Seelen. Allwo wir zuförderst diegemeinen Irrthümer vermeiden miWn, welchediese Gncer einander entgegen seyen, alswenn eines ohne dem andern seyn und derVernunft nach erhalten werden könte, oder als obnurdes Menschen )lVesen in derGeeleaUei-ne bestünde.

> Hieher gehöret, wenn man fast insge.Mein zum Leibe die Gesundheit und Gany,heit der Glieder, zur Seele aber erstlich das

Leben