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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
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66 Das 2. H. von der grasten

schrie zwar der Mund eines weisen Man-nes, aber seine Seele wäre ruhig; und wasdergleichen ungegründete Dinge mehr sürgebrachlwerden.

2z. Wir wissen, daß der Mensch ans zweywesentlichen Theilen, dem L.eib und Seele, be-stehet, aber daß diese beyde in höchster und unbe»schreiblicher Vereinigung verknüpft sind, der-gestalt, daß die Seele von der Gesundheit desLeibes, der Leib aber von dem Leben, denenSinnligkeiten und denen Gedancken der Seele ^xarricipiiet.

24. Denn wie das Ä.eben des Menschenvor die Vereinigung desL.eibes und der See,!en genommen wird, so ist es kein Zweifel, esist das Leben der Grund des grasten Gutsdes Menschen; Denn es ist so dann selbigesnichts anders, als die Dauemng des menschli,chen Wesens, und begreift zugleich die Bewe-gung des Geblüts und der Bewegungs-Geister, wie nicht weniger der Seelen und dieGanyheit derer Theile des menschlichenLorpers, darinnen diese Bewegungen vorgehen,in sich.

25. Und zwar so sind diese vier Stuck derge-stalt mit einander verknüpft, daß keines ohne >das andere se^n kan, und daß von dem beständi-gen Wohlseyn des einen auch die Güte des andern^epencliret.

26. Wo keine Theile des menschlichen

Lei,