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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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68 Das 2. H.von der grossen

Was solle sie dannenhero wohldencken, wennkeine Bewegung weder im Geblüte noch in de-nen Scnn,Ädern vorgienge?

zo. Endlich wenn die Seele sich nicht mehrin dem menschlichen Gehirne beweget,als deren Wesen in einer steten Bewegungbestehet, so ist der Mensch gleichfalls kein Menschmehr; ja es wäre dieses eine Anzeigung, daß eenicht mehr lebetc, weil bey dem Leben des Men-schen in dessen Gehirne alle Bewegung des Ge-blüts und zu den Senn-Adern gehörige Gei-siergen pr^ariret werden. Wenn nun in demGehirn die Seele stockte, und sich nicht bewe-gete, wie wolle diese pr^aranon darinnen vor-gehen können, und zu was Ende solle dieselbe ge-schehen?

zi. Daß man aber diese dreyerlev Bewegun-gen des menschlichen Lebens nebst der Gantzheitdermenschlichen Gliedmassen insgemein betrachtet,vb kvnten sie von einander abgesondert wer-den, ist daher kommen, daß man in denen vor-kommenden Emwürffen die Sachen, nicht genauuntersuchet, und durch eine mercklichc pr^cipirantzsich betrogen.

Z2. Wir wollen von dem Zustand der Rin-der in Mutter-Leib nicht viel sagen, denenetliche von denen alten Weifen nur eine wachsethümliche, andere aber auch die sinnliche, undnoch andere auch die vernünftige Seele scheinengegeben zu haben, weil .die Empfänglich uno

Wer-