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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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7-> Das von der großen

wirrt und närrisch, weil die kleinen Theile im Ge-hirne verrückt seim, oder wegen anderer Ursachen.Nnd solchergestalt schickt sich dieses Exempel widernickt darzu, daß ein Mensch ohne Bewegung derSeele jeden könne.

?5, Ich weiß zwar wohl, daß diese meine Lehredenen, die keine Lai-keKsner seyn, wunderlich vor-kommen we>,de; aber wenn sie deswegen denenNasenden und Z^ärriftden die GedanckenNehmen wollen, ysell ihre Gedancken so un,Vernünftig sind, so müssen sie auch sagen, daßHje Träumenden nicht gedencken, ja daß soviel wachende, kluge, gelehrte und vornehme Leutenicht gedächten, die z-E. vorgeben, man dürfte vonfeiner Vorfahren Meinungen nicht abweichen,man müsse einen Beruf haben gures zu thun;Erde, Wasser, Luft und Feuer wären vier Ele-mente , u. s. w. welches doch gewiß sehr unförm-lich und von keinen Menschen geglaubet werdenwürde-

?6. Endlich so ist zwar an dem, daß der Menschzur Noth von denen Gliedmasten seines Leibes et»Nen Arm oder ein Bein missen kcm, aber deswe-gen kan er den Ropf nicht missen, vielwenigereine hauptsächliche Verletzung im Gehine, Her-yen, denen grossen Blut-Adei n u.s.w. leiden, ge-schweige denn, daß erahne giKTl>e.»1edep Leibessolle Wehen können»

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