Glückseeligkeit des Menschen. 71
Z7. Ob min aber schon diese vier Stück desmenschlichen Lebens nicht ohne einander seyn kön-nen; so ist doch nicht zu leugnen, daß dieseldigenzum Theil verringert werden können, daß esdem ganyen nicht schade, als wenn ein Menschein Arm oder Bein verlichrel, wenn er eine kleineund nicht lange daurende alrei-Ätion im Geblütehat, wenn ihm durch den Schlag eine Hand ge,lahmet wird, wenn sein Verstand einmahl nichtso munter ist als das andere, u. s. w. oder daßein Theil schwacher seyn tonne als dasandere; als z.E. wenn ein Mensch keine Armehat, kan er sich angewöhnen die Füsse an stakt derHände zu gebrauchen; wenn er blind ist, kan erden Unterscheid der Farben durch das Gefühlefinden; Was dem Gedächtniß ^abgehet, wäch-set dem ^ucücio zu u. s w. oder daß der Menschzuweilen in einer grossen ZTloth sich befin-det, eines vonzweycnUbeln zu erkiesen, und sichrelolviren muß ein Stück zu wagen, daß er dasandere erhalte.
z8- Und weil demnach, wie wir oben erweh»net, das kleineste Gut für ein Übel, das kleinesteÜbel aber für etwas Gutes zu halten; so müssenwir freilich untersuchen, welches von denenwesentlichen Gütern des Menschen inGeItncinanderhaltung dem andern Vor-zuziehen sey. Aber damit diese unscreBetrach^lung hicrinnen nicht gar zu weillauftig weide,und weit es ohne dem keines grossen Kopfbre-E 4 chenS
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