GlHckseellgSeit des Menschen. 7;
der menschlichen aurorirat und eigenen prXcipi-tam? das wahre von dem feilschen nicht entschei-den kan; Ist er nicht in der That ein recht elenderMensch, weiter wegen dieser Vorurtheile täglichvon dem, ihm von GOtt fürgesetzten Zweck immermehr und mehr abweichet, und sind in soweit dieunvernünftigen Thiere nicht besser dran, weil siedurch ihren innerlichen Trieb ihren Entzweck vielbesser erreichen,als ein solcher Mensch ? Ja, ist dasElend eines solchen Menschen nicht desto gefährli-cher zu achten, weil ihn dasseibige so starck verblen-det, daß er es nicht einmahl erkennet, sondern seinenZustand für gut und sich für glücklich achtel ?
41. Wenn er aber noch über dieses sich wegenseines geführten lasterhaften Gebens in ei-ner rechtschaffenen Gcmüchs-Unnche und Ge-wissens-Angst' befindet, was ist wohl elenderals ein j>)lcher gesunder Mensch? und ist die Unru-he seines Gemüths nicht cspabsl ihm die Kräfteseiner Gesundheit durch einen langweiligen Todtgleichsam abzuzehren, und ihn derselben zu be-rauben ?
42. Hingegen wenn ein weiser und tugend-hafter Mann an einem söchtenden Fieber,
an der Schwindsucht u. s. w. darnieder liegt,kan man ihm wohl mit Recht unglücklich nennen,wenn sein Verstand ruhig und sein Gemüthevergnügt ist, ob er gleich nicht in einem so hohen
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