74 Das-.H. von der großen
glücklich ist, als wenn cr nebst seinerWeißheit und Tugend auch gesund wäre?
4z. Ferner unter denen Gütern der mensch-lichen Seele müssen wir uns wohl in acht neh-men , daß wir in Gegeneinanderhaltung dertLröantmsi des wahren und falschen, die
im Verstände ihren Sitz hat, und denen ausdes Mc-'scden Willen hervorkommenden tu-gendhaften Thaten nicht einen unvernünfti-gen Arwscdlng geben. Zwar können diese letztemohne vernünftige Einrichtung des Wahns in demmenschliche-iVerstande nicht bestehen: allein wennsonst nichts wäre, so sind sie doch deswegen viel vor-lrefiicher cilS jene, weil der Verstand, so ferne ermit dem Guten zu thun hat, daffelbige nur erken-net,niemahlen aber dasselbige erlanger,sondern dasGute in Ansehen des Verstandes, nur allezeit alsein entfernetes und zukünftiges Ding betrachtetwerden muß, welches der Verstand niemahlen er-greiffet noch ergreiffen kan; dahingegen der Wil-le, so ferne cr dem äuserlichen Thun und Lassen an-bcfiehlet dem Guten nachzujagen, dasseibige aucherhalt, und dadurch der Mensch des Guten ge-niesset.
44- Wir wollen, dieses desto besser zu verste,hen, noch nicht einmahl ein Exempel, von der grös-sten Giückseeligkcit des Menschen, sondern nurvon denen bißher erzehllen andern Gütern ge-ben. Was hilft es dem Menschen, wenn er
gleich