Glückseeligkeit des Menschen. 75
qleich noch so scharfsinnig rai^nnirct, wie mansich ehrlich in der vvelt hinbringen, nachjLhren erachten, Freunde erwerben, und sei-ne Freyheit recht gebrauchen solle; wenn ervon artigen Sitten, die man in gemeinerGesellschafft braucht, wohl zu äilcourirenwciß;wenn er von der menschlichen Gesundheit,wie man dieselbe erhalten, und die verlohrnewiederbringen solle, gründlich zu reden und zuschreiben weiß, und verschwendet alle das sei,nige, oder ist faul, und will nichts arbeiten, odecachtet weder iLhre noch Schande, und tansich mit niemand vertragen, oder mißbrauchtseine Freyheit, oder hat selbst bäurische odergrobe »-o. e/ an sich, oder verderbet du«l) un-ordentliches Leben die ihm von GOtt verlieheneGesundheit?' kan wohl die Erkanlniß derWahrheit, die er, vermittelst seines Verstan-des begreift, ihn glücklich machen? oder ver-mehret sie nicht vielmehr seine Unruhe, je mehrer dadurch sein über den Halß gezogenes Elendzu erwegen Gelegenheit überkommt, und durchfeine eigene Pedancken flch zu verdammen genö-thiget wird?
45. Betrachte hingegen einen Menschen, dernur einen gemeinen natürlichen Verstandhat, und sich nicht eben für einen Gelehrtenausgeben kan, erse» nun von was für einemStand er wolle, wenn er ein ehrlich Vermö-gen für sich bringet, mst dajlcldiZe klüglich ver-waltet