76 D.:s 2. H. von der grosse»
waltet, sich durch seine Geschicklichkeit aus demStaube erhebet, und von allen Ehr-und Tu-gend-liebenden Gemüthern geliebet und hoch-gehalten wird, wenn er feine Freyheit in nichtsanders suchet, als wie er andern Menschen Gutesthun, und sie für unrechtmäßiger Gewalt undUn-terdrückung beschützen möge, wenn er jedermcm mitHöflichkeit begegnet, und allen allerley wird, da-mit er viele gewinnen möge; und wenn er endlichdurch ein mäßiges Leben und Beherrschung feinerGemüthö-Nciaungen seine Gesundheit indemZustand, wie sie ihmGOit verliehen hat, erhalt,findest du wohl die geringste Ursache zu zweiffeln,baß ein solcher Mann nicht weit glücffeeliger seynsolte als der erste?
46. Bey dieser Bewandmß aber ist nochweniger Zweiffel übrig, daß diejenigen Wissen-schaften, in denen sich der menschliche Verstandvertieft, um sich nur über andere Menschendurch H?eculinmg subtiler aber unnüylichesDinge oder nichts bedeutender dunckeler Wör»ter, oder wenn es hoch kömmt, artiger und be»In^igiMder Dinge, zu erheben, gantz nicht,zur g'.östen Glücksceligkeit des Menschen gehö-ren; fondern entweder unter das große Unglücbzu rechnen, oder für blosse Zicrrathsn einesL^cksl'eligen Mannes zu halten seyn, welche,wenn sie keine Glückseligkeit, die sie zieren kön-nen, antreffen, bey nahes!) eitel sind, als die
Wissen-