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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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GlückseellgxettdesMmschett. 77

Wissenschaften der ersten Gattung, als z. E.die 55/'v/-?/isoi-)e?^7o/s/^/e, die gemeine 1.0-F/c, die^/o/^/e, ////?o»ez /?o-?^»-ey, 2^ede-Aunsi, u. f. w.

47- Gesetzt aber, der Mensch suche durch dieWissenschaften dergleichen Vorzug nicht, son-dern sey nur bemühet seinen Verstand auszu-bessern , und durch Erfindung neuer Wahrhei-ten den menschlichen Geschlecht in der That zudienen; es waren aber dieselben alsobewand,daß sie ihn, in Bettachtung derer Geschöpftemisser ihn selbst, von der <LrKantNlß jeineLselbst immer mehr und mehr abführeten, als wiez. E."bey denen geschiehet, die sich in derlind denen ^^m^'schen ZlVissenschafcctt!allzusehr vertieften; so scheinet es zwar Anfangs,daß diese Dinge, wo nicht die grvste Glückselig-keit vollständig ausmachten, doch zum wenigstenein Vornehmes Theil von derjenigen aus-trügen, weil nicht zu leugnen ist, daß die Er-findung solcher Wahrheiten den Menschen eingrosses Vergnügen geben, und z. E. die Erfin-dung einer ^Äckem^nschen oder PlüschenWahrheit den Menschen ja so sehr-belustiget,als die sinnlichen Lüste immermehr thun kön-nen, zumahl wenn man erweget, daß dadurchder Leib nicht gxschwachet und um seine Gesund-heit gebracht wird: jedoch aber, wenn man dieSache ein wenig «sicher überlegt, wird man

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