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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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84 Das-.H.vott der grasten

Menschen vorstellet, die sehr verwundet seyn, unddieselben ein wenig mit?1iiIoiopKisiden Augenbeleuchtet, auch aus ihrem Schreyen und andernUngebehrden nicht so fort auf ihre Empfmbligkeitschliesset.

60. So bestehet auch das meiste Vergnügen,daß der Mensch über allerley Güter empfindet,mehr in den Gedancken als in der Genie-sung selber; wenn nemiich der Mensch ein ohn-längst genossenes Gut sich als noch oder allbereitgegenwärtig vorstellet, wie wiederum ein Mrbey sich selbst abnehmen, uod dieses paraäoxondurch ioov. Exempel bekräftigen kan.

61. Dieweil aber ein jedweder bey sich felbstenbefindet, baß er öfters in seinen Gedancken überDinge sich belustiget, die eitel, vergebens, oderauch wohl schädlich gewesen, ingleichen, daß eeauch öfters unruhige und verdrießliche Ge-dancken hat, und wenn sein Hertz unruhig ist,die Gedanckcn nicht vergnügt seyn können; sowird er dannenhero gar leichte mulhmasien kön-nen , daß in denen blossen Gedancken desMenschen feine höchste Glückseeligkeitnicht bestehen könne: und muß dannenherodesto genauer besehen, worinne denn eigentlichdiejenige Glückseetigkeit besiehe, daran der Ver-stand wohl dencken und der Wille eyfrig darnachtrachttn solle.

6i. Hierzu wiMr aber gar leicht gelangestkönnen, wenn er aus dem ersten Capitel wieder-holet