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65. Sie ist demnach nichts anders als eine ru-hige Belustigung, welche darinnen beste-het, daß der Mensch weder Gchmcryennoch Freude über etwas empfindet, undin diesem Zustande sich mit andern Men-schen, die einedergleichen Gemüths-Ruhebesitzen, zu vereinigen trachtet.
66. Sie ist eine Belustigung, denn sonst wä-re sie kein Gut, weil wir oben erwehnet, daß allesgegenwarlige Gute eine Belustigung machen müs-se. Dannenhero muß sie von allen Schmer-yen entfernet se»n. Denn wo Schmertzen ist»da kan keine Lust oder VerciMgen seyn.
67. Sie ist eine ruhige Belustigung, dem:sonst wäre sie kein Gut, weil wir oben gedacht,daß alle sehr empfindliche und folglich mit einerUnruhe vergesellschaftete Dinge böse seyn.Dannenhero bestehet dieses Vergnügen ohneFreude. Denn wo Freude ist, da ist eine unru-hige Belustigung: jedoch ist diese Belustigungder Freude näher als dem Schmeryen, unddeswegen wird die Freude gemeiniglich für wasGutes, und für diese ruhige Belustigung selbstgehalten, oder diese letzte unter dem Nahmen derFreude vorgestellet.
68- So ist auch in Ansehen berGemüths-Ru-he noch dieser Unterscheid zwischen dem Schmer-tzen und der Freude, daß nicht allemahl in desMenschen Willen stehe, von allen Schmertzenentfernet zu seyn, sondern das Gemüthe ofte
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