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sind, zu geben. Und ob sie schon nicht leichtlichandere beKien einerley Art und Geschlecht ver-letzen, so suchen sie doch auch nicht in dem Wohl-seyn der andern das geringste Vergnügen, weil sievon dem Schövffer zu keiner Gesellschaft unter sichgewidmet sind.
74. Aber der Mensch wäre shne mensch-Ziehe Gesellschaft nichts, nicht so wohl, wasdie Zeugung und Geburt!) belüft, weiche er in et-was mit denen dettien gemein hat, (wiewohldieZusammenfügung des Mannlcm und Weib-leins unter denen unvernünftigen Thieren nichtverdienet eine Gesellschaft genennet zu werden)als wegen der Auferziehung. Ein Mensch müsteverderben, wenn sich andere MenWcn nicht sei-ner annehmen; da hingegen die beKien MNothalsbald von der Geburl an Mselber forlhelffenkönnen.
75. Ein Mensch wäre kein vernünftigerMensch ohne, andere menschliche Gesell-schaft. Was wären ihm die Gedanckcn nütze,wenn keine andere Menschen wären? kvnte nichteben so wohl ein innerücher Trieb m seiner Erhal-tung genug seyn, wie bey denen bettien; DieGcdancken sind eine innerliche Rede: Worznbrauchte er diese innerliche Rede, wenn niemandwäre, mit dem er seine Gedancken communici-ren solle? Diese innerliche Reden prXlupx>oni-rct eine ä'.iFeiliche. lind wo wolle er also imm -jich mit sich reden,wenn nicht andere Menschcn,mic
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