Antiquarischer Briefe vier und zwanzigster. 73
Wcibcr hätten sich, für ein sehr weniges, dergleichen könnennachmachen lassen;
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aber der verwünschte Euripidcs sey es, der ihnen die LaconischcnSchlüssel mit drey Zacken, und die o-cpp«^^« ^-.^Fx^-x be-kannt gemacht habe. Wirkliches von Würmern gefressenes Holz,dergleichen man sich in den allerersten Zeiten zu Siegel» sollbedient haben, kann eben darum hier nicht zu verstehen seyn.Es müssen also entweder Steine verstanden werden, die nachArt eines solchen Holzes geschnitten waren; oder das ^^ckx?«ist blos figürlich von der so besondern Kleinheit der in demSteine enthaltenen Figuren zu nehmen, daß sie eher vonWürmern hinein genagt, als von Menschen hinein gearbeitetscheinen sollten. Zn beiden Fällen erhellet so viel, daß derGebrauch mit geschnittenen Steinen zu siegeln, unter den Grie-chen damals noch sehr neu gewesen, weil ihn sonst die Wcibcrunmöglich zu einer Erfindung des Euripidcs hätten machen können.
Vier und zwanzigster Brief.
Wir haben, über die Nachsuchung, zu welcher Zeit dieKunst in Stein zu schneiden bey den Griechen in Schwunggekommen, den Hrn. Klotz ganz aus dem Gesichte verloren. —Zch wollte Sie von scincr Kenntniß der Edelsteine, als Edel-steine unterhalten.
Wenn Hr. Klotz aus dem Maricttc anführt, daß sich sogar schöne Smaragde und Rubinen fanden, auf welchen alteSteinschneider ihre Kunst gezcigct, so setzt er, wie Sie gesehen,hinzu: „aber dieses scheinet mir selten geschehen zu seyn, am„seltensten mit dem Rubin, wegen seiner Härte und gros-sem Werthe."
Die erste Hälfte dieses Zusatzes versteht sich von selbst; zwarbey Hr. Klotzen sollte sie sich nicht von selbst verstehen, derkurz zuvor die Neigung der Alten zu geschnittenen Steinen sosehr übertrieben, und so sehr wider den vermeinten neuern Ge-schmack an blossen Steinen geprcdigct hatte, „die ungeheure„Summen kosten, ohne daß die Erfindung oder Arbeit des