Antiquarischer Briefe vier und vierzigster. 141
zwcytms den, daß unter dem hohen Rande, welchen die Con-vcxität bey dem Abdrucke im Wachse zurückließ, die Figurgleichsam gesichert lag, und sich nicht so leicht drücken konnte?Aber nur diesen doppelten Nutzen hatten sie?
Es befremdet mich ein wenig, daß Herr Lippcrt einen drit-ten vergessen, der vielleicht der wesentlichste war. Wenigstenshat ihn Natter dafür erkannt, und ihm auf seiner ersten Tafelausdrücklich zwey Figuren gewidmet. Er besteht darinn, daßbey einem convcxcn Steine der Raum zwischen dem Werkzeugeund dem Rande des Steines großer ist, als bey einem platten,und jenes folglich in den convcxcn Stein weiter eindringen undeinen ticfcrn Schnitt verrichten kann, (") als ihm in den plat-ten zu verrichten möglich wäre, ohne den Stcin schief zu wenden,wodurch das Werkzeug zwar weiter eindringet, aber mit einemSotto Squadro, der dem Abdrucke nachtheilig wird. Nurdaher läßt sich denn auch behaupten, „daß die schildförmigenSteine zur Abwechslung in dem mehr oder weniger Erhabnenbequemer sind," als die platten: in so fern sie es nchmlichgewissen Werkzeugen erleichtern, gegen die Mitte tiefer einzudrin-gen, als sie wohl auf den platten eindringen können. Doch mußauch der Künstler seine Figur nach dieser Bequemlichkeit ein-richten ; er muß sie so wählen oder ordnen, daß sie ihr höchstesRelief gcgen die Mitte bedürfen. Denn wählt oder ordnet ersie anders, bedürfen sie ihr höchstes Relief mehr gegen den Rand:so ist ihm die Convexität des Steines gerade mehr nachthcilig,als vorthcilhaft. Ilcbcrhaupt läßt sich von der Vorzüglichkcitdieser oder jener Art Fläche nichts Allgemeines behaupten. NachBeschaffenheit der Figur, die darauf kommen soll, ist bald diesebald jene zuträglicher, und eben so gut, als Herr Klotz behaup-ten können, daß die schildförmige Fläche zur Abwechslung in
(/) ?>o. 9. Loci reprelerilo Mio pierre !l larlÄce eonvexv, »vee UNvutil yue l'on v spplicius, K e'est pour monlrer l'avsnwAe riu'il >- » üeir»vailler ces lorlss ris pierres; c»r I'eipkee yui k« troirve enlre I» pierre1'vulil eümt plus eon5l>lersdle tlims u»e pierre eonvsxe, yue «iitns uuopierre xlale, il »rrive Se-I» Pie I'vulil peut peneirer plus »vsitt,tsire une xravure Mi« protuiule «liuis l» pierre eonvexe yiie >!»ns I'«iUre.Vo^es le >o. 10, ou le mewe Vulil touolrö dien plülol aux Iionls >>e I»Pierre plsts.