Antiquarischer Briefe vier und vierzigster.
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dem üs sonach Gewalt geschiehet, wenn man es auf das nächst-stchcndc Subject ziehet; auch ohne zu wiederholen, daß ich auseiner Parallclslcllc des Plinius unwidersprechlich gezeigt habe,daß das streitige Verboth von den Smaragden überhaupt zunehmen sey: will ich hier bloß auf dem Widersprüche, der inder Sache selbst liegt, bestehen. So bequem die convcxcn Steinezum Schneiden sind, so unbequem müssen nothwendig, aus dernehmlichen Ursache, die concavcn dazu seyn. Ze weiter an jenendie Werkzeuge von dem Rande des Steines bleiben, desto ge-schwinder nahen sie sich ihm an diesen, und der Künstler istalle Augenblicke genöthigct, um das Anstoßen zu vermeiden, denStein zu wenden, und das Werkzeug mit einem Sotto Squa-dro hineingehen zu lassen. Endlich: sind es denn nur die con-cavcn Smaragde, welche die Alten, weil es Smaragde waren,
ginum lacunis corrumnereinr. Ich setze sie ganz her, ans Ursache, die sichgleich Zeigen wird, ve conosvis live lsnlum llieit t?Iinius: liclem ulvrum-yue S cenoavi, ut Visum colliAgnt, iluspronl er «leeret» Uo-winum ii« vsroilur soslpi velitis. gui cllncsvi sunt (tuvcl vitumeollißsnl, ^ collixenuo msxis aeiem reereent »k7 juvent, icleo Islos nonscslni vlseero. nvsler in Universum smsrsZilos seslv! neu solllos lüelrcakseit, ne olkensum «lecus imsginum, seslnluriv csvis eorrumneretur. gussinoc liintum expelili suerint smsraßcli olim, ut imsZines reuckerent, n.uo>Isveculs melius kseiunl. ?rssleres, qui eoncsvi sunt, imsZines non reelsreuüunt, sea quorum pliinilies exlenls «k7 resuniu», ut iüem ?I!uius vslen-alt. Nseo ZZilur ex !»o.uo s verilste ?iinli mente iliscouunl. Hierist ein klares Exempel, daß Salmasius dem armen Solinus auch manchmalzu viel thut! Solinus sagt: ne olkensum Serms, imsxinum Iscunw eorrum-pereiur, und so ließ Salmasius selbst den Text des Solinus abdrucken. Inder Anmerkung aber nimmt er an, als ob das Komma zwischen oeeus undimitxinum erst »ach iinskiuum stehe, und man lesen müsse: ne olkensum äs-eus imsxinum, Isounis eorrumneretur. Solinus wollte sagen, man habedie Smaragde darum nicht geschnitten, damit ihr wohlthätiger Glanz nichtdurch die Vertiefungen der darum gearbeiteten Bilder verdorben werde. Sal-masius aber laßt ihn sagen, „damit die sich iu ihnen spiegelnden Bilder dervorstehenden Objecte nicht durch die Vertiefungen des Schnittes vereitelt wür-den." Und mit welchem Rechte laßt er ihn das sagen? Wenn Solinus jaeinen falsche» Begriff von der Spicglung auf concavcr Fläche gehabt: so ver-dient er den Tadel deswegen doch erst in dem Folgenden/ wo er sagt, cumeoncsvi sunl, iiisneclsnlium kscies Minulanlur, nicht aber hier, wo er vonden Smaragden überhaupt, und nicht von den concav geschliffenen insbeson-dere redet.