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8 (1839)
Entstehung
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175
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Antiquarischer Briefe neu» und vierzigster.

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ncs Almandin. (^) Kurz, die Wcscn sind hier ohne Noth ver-mehret worden; und mich wundert nur, daß selbst Hill sichdiesen chimärischen Unterschied noch gefallen lassen. (°°)

Ich erinnere mich hier, noch über einen andern seltsamenNamen eines Edelsteines den eigentlichen Aufschluß bey demStclla gefunden zu haben. Unsere Borältcrn, wie Sie wissen,nannten einen Opal einen Waysc, oder wie sie es schrieben,Wcsc, Wehst, Weise. Woher diesem Steine dieser Name?Boot will, er habe ihn vermittelst des p-vcioros erhalten, einesBcynamcns, den man, wie Plinius meidet, gemeiniglich demschönsten Opal wegen seiner besondern Lieblichkeit gab. Olimpgzcloros, schreibt Boot, ("*^) Ii.-ve gomma voeat» okt, » puvro Asmnrv, huml ^uori pulekerrimi >Ü5 Innoeentikt'imi inttar omni smorocli^na llt. ^Ii lioe nomino lorto «loiluctum noniczn illucl Kor-inan'ieum, <zu» aiiv.ollatur ein Wchsc; icl ott, nupillus, <zuocl no-mon puoris tantum eonvonit. Aber ich möchte es Booten nichtauf sein Wort glauben, daß Wayse ehedem nur von Knabengebraucht worden: warum denn nicht auch von Mädchen? Jtztwenigstens wird es von beiden gebraucht, und zwar von beidenals ein Wort weiblichen Geschlechts: wir sagen,dieser Knabeist eine Waysc, er ward sehr jung zur Waysc." Doch daswar ehedem allerdings anders, und man brauchte das Wortim männlichen Geschlechte; ob schon nicht blos für daS männ-liche Geschlecht. Wenn jedoch auch dieses gewesen wäre: sinddenn nur Knaben, welche Wayscn sind, liebenswürdig.: Knaben?Boot hätte so sinnreich nicht seyn dürfen: das deutsche Wayseist nichts als das übersetzte Orplianus; Oi-^Iikinus aber war zuden Zeiten des Stclla der allgemein angenommene Name desOpals, und war es wahrscheinlich durch nichts als durch einenFehler der Copisten in den Schriften des Albertus Magnusgeworden. (5) Hätte Boot bey dem Stclla dicscs gclcscn, so

(°) I>ilrlo III. e,ii>. i.

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