Wie die Alten den Tod gebildet.
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Veranlassung.
Immer glaubt Herr Klotz, mir auf den Fersen zu seyn.Aber immer, wenn ich mich, auf sein Zurufen, nach ihm um-wende, sehe ich ihn, ganz seitab, in einer Staubwolke, aufeinem Wege cinhcrzichcn, den ich nie betreten habe.
„Herr Lcssing, lautet sein neuester Zuruf dieser Art,(°)„wird mir erlauben, der Behauptung, daß die alten Artisten„den Tod nicht als ein Skelct vorgestellt hätten, (f. Laokoon„S. 422. ls.Band VI, S. eben den Werth beyzulegen, den„seine zween andern Sätze, daß die Alten nie eine Furie, und„nie schwebende Figuren ohne Flügel gebildet, haben. Er kann„sich sogar nicht bereden, daß das liegende Skelct von Bronze,„welches mit dem einem Arme auf einem Aschcnkrugc ruhet, in„der Herzoglichen Gallcrie zu Florenz , eine wirkliche Antike„sey. Vielleicht überredet er sich eher, wenn er die geschnittenen„Steine ansieht, aus welchen ein völliges Gerippe abgebildet ist.„(f. LuoniU'otti (M. topr. sie. Votri t. xxxvm. 3. und Lipperts„Daktyliothck, zweytes Tausend, u. 998.) Zm Museo Floren-„tino sieht man dieses Skelct, welchem ein sitzender Alter et-„was vorbläst, gleichfalls auf einem Steine, (f. I^os Satire«
(°) In der Vorrede zmn zweyten Theile der Alchmidlimgen des Grafen Cavlus.