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Wie die Alten den Tod gebildet.
Unterschied: vielleicht aber hätten sie unter I^otnum den allge-meinen Saamcn, oder die Quelle der Sterblichkeit verstanden,dem sie sonach die Hölle zum eigentlichen Sitze angewiesen;unter Nms aber, die unmittelbare Ursache einer jeden besondernAeußerung der Sterblichkeit auf unserer Erde. Ich, mei-nes Theils, möchte lieber glaube», daß I^tlium mehr die Artdes Sterbens, und NarZ den Tod überhaupt, ursprünglich be-deuten sollen; denn Statius sagt:(^)
Nillo moclis letlii lnitei'08 klors Ulla lalißut.Der Arten des Sterbens sind unendliche: aber es ist nur EinTod. Folglich würde I^otlium dem Griechischen l<^9> lind Noisdem S«u«?os eigentlich entsprochen haben: unbeschadet, daß inder einen Sprache sowohl, als in der andern, beide Worte mitder Zeit verwechselt, und endlich als völlige Synonyma ge-braucht worden.
Zndcß will ich mir auch hier einen Gegner denken, der je-den Schritt des Feldes streitig zu machen verstehet. Ein solcherkönnte sagen: „Ich lasse mir den Unterschied zwischen ^9 nnds«^«7-c>i,' gefallen; aber wenn der Dichter, wenn die Spracheselbst, einen schrecklichen Tod und einen nicht schrecklichen unter-schieden haben: warum könnte nicht auch die Kunst ein derglei-chen doppeltes Bild sür den Tod gehabt haben, und habendürfen? Das minder schreckliche Bild mag der Genius, dersich auf die umgekehrte Fackel stützet, mit seinen übrigen Attri-buten, gewesen seyn: aber sonach war dieser Genius nur s«-Wie steht es mit dem Bilde der Wenn dieses
schrecklich seyn müssen: so ist dieses vielleicht ein Gerippe gewe-sen, und es bliebe uns noch immer vergönnt, zu sagen, daßdie Alten den Tod, nehmlich den gewaltsamen Tod, für den
(°) pol^mvlis, p. 261. I'lio Nomnn pools ivmstimes m»Xo ,1üillinelion Iioln-ov» I.eNium s»u klors, ^vluoU Nie uuvorlv uk our I-liiAiiiiAevM »vt »Ilo^v us w expross; »ml v>'luol> il is vvon uillicull oiiouxU >oconceivo. ?eil,»ns, tliox meitnt Ii^ I.e»>u»i, Ui-tt xeneisl piinoiiilo orsuuroe vk muil!llil>', ^vlileu >I>o^ suvnulvil lo Iisvo Us prover lesiilonoo i»
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