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8 (1839)
Entstehung
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Andreas Scnllctus.

Davon Er ewig schlaft; wie Dcbora gesungen,

Und Barak neben ihr mit Jauchzen aufgesprungen

Zu mehrer Herrlichkeit; So auch, als Gideon

Den Feind aus Midian durch Fcldtrompctcn Ton,

Wie triumphircnd schmiß; als Scbah Leib und Leben

Dem Helden in der Flucht zur Schlachtbank aufgegeben;

Wie jener, den die Angst in ein Gelübde trieb,

Der Amoriter Volk wie Stoppeln, niederhieb:

Die Tage tagen noch. Wie Saimiel der Priester

Den Himmcl überwand, der schleunig die Philister

Mit Schlossen niederwarf; wie Kises Sohn durch Streit

Sein königliches Amt um Jabcs eingeweiht;

Wie Gott durch Jonathan ein ganzes Heer gespalten,

Da Israel den Platz viel eher hat behalten,

Als an den Feind gesetzt; wie David unverzagt

Dem Goliath den Tod zur Stirnen eingejagt;

Wie eben dieser Mann nach ungestimmen Kriegen,

Nach hundertfacher Angst, nach wunderbaren Siegen

Jerusalem erlangt, und mit der frommen Hand

Zu nnterschiedncr Zeit nicht Eine Stadt und Land

Mit Ketten angefaßt; wie Absolon gehangen:

Kein solches Tagelicht ist jemals eingegangen.

Wie Salomon alldar den Tempel aufgebaut,

Wo Jsaac jener Zeit den Holzstoß angeschaut:

Der Tag crstirbct nicht. Wie der Thisbiter Seher

Die gelben Furien und frechen Rechtsverdreher,

Die VaalSkroten schlug; wie Syrien verblich

serncn Nagel durch die Schläfe. Warum aber der Dichter eine» Nagclhier zu einem Kraute macht, muß ich bekennen, nicht einzusehen.

jener Zcit^ So viel als, ehedem, vor diesem, zu jener Zeit. Dieser adver-biale Ecnitivus ist bey den Schleslschcn Dichtern sehr gebräuchlich. Sosagen sie alter Zeit/ für vor Alters; dieser Zeit, für anitzt. S. dasWörterbuch hinter der neuen Ausgabe des Logau.

crstirbct nichts Ersterben heißt, nach und nach, endlich sterben; welche Ne-benbedeutung das vorgesetzte er mchrern Zeitwörtern giebt, als, erhö-ren, erreichen.

verblich^ Begleichen heißt hier so viel als, blaß werden, erblassen, nehmlichvor Furcht und Schrecken.