Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
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334
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Beren.zarilis Tmonettfis,

collegium zu Dublin besitzt, unter dem Titel, LoronAailus «1«8-><:r!,m<?ntn slt.ii^, welchem das Bcrzcichniß beyfüget, daß sievon einer Handschrift bey den Jesuiten zu Löwen copirct wor-den. Die andre ist die, welche Cave aus dem Verzeichnissedes Collcgii zur ehernen 57ase in Oxford anführet, undvilputatimies Lerengarii cum I^iiifiaueo ilo pr-vkonti» tÜirikti incvena benennet.

Doch aus der Abschrift, welche Gudinus durch Dasnagcnvon ersterer erhielt, erkannte er, daß es kein Werk des Zöcrenga-ring, sondern der Tractat eines Ungenannten, cio IZnenarittiasey, den schon Lellorius herausgegeben. Und eben so versicherter von der andern, daß sie eigentlich nichts vom Zöerengarius,wohl aber die Widerlegung des S.anfrancus enthalte, mit derenWorten des Zweyten Capitels, patres rvtlarFuis incunlsnuv <ke.sie anfange, weil die ersten Blätter verloren gegangen.

Wenn indeß, zufälliger Weise, von der letztem Handschriftzu Oxford, Gndinus, oder wer sie sonst für ihn in Augenscheinnahm, gerade weiter nichts zu lesen sich die Mühe genommenhätte, als die Anfangswortc, die er für Worte des >L.anfran-cus erkannte: so dürfte eine nochmalige genauere Besichtigungnicht ganz unnöthig seyn. Denn cS wäre möglich, daß, derWorte des L.anfrancus ungeachtet, womit das verstümmelteWerk anfängt, es dennoch kein Werk des S.anfrancus, sondernein Werk des Zöerengarius, wäre und zwar das nehmlicheWerk, welches ich vor mir habe. Wie ich nehmlich schon an-gemerkt, wollte Zdercngaruis seinem Gegner in dessen eigenerMethode begegnen, welche eine Art von Dialog seyn soll: undindem er also, Stelle vor Stelle, den Ä.anfrancus, durch einln-iuis tu, redend einführt: so hätte es sich sehr leicht fügenkönnen, daß eben das Blatt mit einer solchen Stelle angefan-gen, an welchem auch dort die Wuth, es sey der Zeit, oderder Barbarey, oder des frommen Eifers zuerst ermüdete.

Doch dem allen sey, wie ihm wolle. Genug, so weit wirdie ungedruckten Schätze der vornehmsten Bibliotheken in Europa bis itzt kennen, darf ich mit Grund behaupten, daß unsereFürstliche an dem wiedererkannten Werke des Derengariusein Kleinod besitzet, dessen sich keine andere rühmen kann,