BcrcngariuS TnroncnsiS.
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„drucke darinn widerlegt habe: Scnntit Invcctivas conti-a Sa-„?s?!Aa?'tt«»t I^uinnonsem eziittnlas, rol'ellons feilet» v!us; Worauf„Sigcberrus insbesondere den Tractat unsers Erzbischofcs vom„Abcndmahlc sehr genau beschreibet. Nichts kann klarer seyn,„als das Zeugniß dieses Schriftstellers; auch ist es hinlänglich,„die Voraussetzung zu vernichten, die man gemeiniglich wegen„der vom Aanfrancus an den Pabst Alexander übcrschicktcn„Schrift zu machen pflegt. Es war nicht sein Tractat vom„Abendmahle, der bis auf uns gekommen ist; sondern es war„einer von den ersten Briefen, die er über den nehmlichen Ge-genstand, wie wir gesehen, an den Bercngarius geschrieben„hatte, und dessen uns die Unfälle der Zeit beraubet haben.
„Was das eigentliche Datum des Tractats anbelangt, von„welchem wir hier handeln, so muß solches aus dem zweyten„Kapitel desselben genommen werden. Kanfrancus redet daselbst„von dem, was unter der Regierung Gregorins des siebenden„zu Rom wegen des Dercnganus verhandelt worden, und„führet von Wort zu Wort das ganze Glaubcnsbckcnntniß an,„welches dieser Archidiaconus, auf der, im Februar 407l1. ge-fallenen Kirchcnvcrsammlung, sechs Zahrc nach dem Tode des„Pabst Alexanders, unterzeichnet hatte. Folglich kann L.an-„francus selbst dieses höchstens nur in dem nehmlichen, oder„clwa dem folgenden Jahre geschrieben haben, in welches die„Bekehrung des Zöcrengan'us fällt, zu der das Werk des K.an-„francns, wie anderwärts von uns bemerkt worden, das Sei-„nigc gar wohl beygetragen haben mochte. Doch der Ort, auf„den wir dieses Datum gründen, wird in vcrschicdncn Hand-schriften, und in den nach selben besorgten Ausgaben vermißt;„ob er sich schon in den Ausgaben von 454», 4648 und 4K77„befindet. Was kann hieraus folgen? So viel, sagt man,„folge hieraus, daß L.anfrancns, der diesen seinen Tractat ge-schrieben, als er noch Abt zu Cacn gewesen, ihn nach der„Zeit müsse wieder überschn, und mit dem vermehret haben, was„sich unter Gregorius dem siebenden zugetragen. Allein so„schliessen, heißt mehr errathen wollen, als schliesscn. Weit„natürlicher ist es, daß die Lücke durch Unachtsamkeit eines Ab-schreibers entstanden ist. Es braucht nur Einer den Fehler
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