Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
461
Einzelbild herunterladen
 

Catull.

4K1

<?n/vum c/e <z»tin<t/t«.8! ciwccjusm mutis Aiatum »eceptumvv lopulcluis

^eeläere a noktro, Lalve, cloloro potetl,(^uo tloliclerlo veteres icnovsmus »more»,

^tc^ue olim milkss Üemu8 amlciliag:teerte non wnto mor8 immatura 6a1ori<)uintil!»!, Quantum gsu6et smoio tuo.

/1e ^usT'o et ^ii'aecoile.tüum puero Iiollo piLeoanoiii c^ui vi6et ell'e,Huill civllat, niti te venäoi-e üilouporv?Denn wer erkennet in diesen nicht die völlige Einrichtung desMartials? Und nur auf diese, wie es der Rhetor nennenwürde, enthymematische Einrichtung kömmt es an, ob etwasein Sinngedicht heißen kann: nicht aber auf die bloße Spitzedes Schlusses, die bald mehr bald weniger zugeschliffen seynkann, so wie sie es auch wirklich bey dem Martial selbst ist.

(2.)

Zch getraute mir, wegen dieses Urlheils über die kleinern Ge-dichte des Catulls, mit einem Naugcrius selbst fertig zu werden.

Denn so ein großer Verehrer des Catulls Naugcrius auchimmer mag gewesen seyn: so ist doch gewiß, daß er den Mar-tial eben so wenig wegen der Unzüchtigkcit, als wegen der ihmeigenthümlichen Einrichtung des Sinngedichts, jährlich verbrannthat. Jenes möchte uns Tosr'anus lieber bereden: aber wenhätte Naugcrius sodann dem unzüchtigen Martial vorgezogen?Einen noch unzüchtigern Catull. Dieses hingegen kann darumnicht seyn, weil wirklich die eigenen Epigramme des Naugcriusin ihrer Einrichtung den Epigrammen des Martial weit näherkommen, als den kleinen Gedichten des Catulls; welches bereitsVavassor, und noch ein Gelehrter^), ob schon nur an demeinzigen auf die Bildsäule des Pythagoras, das ich oben ange-führt habe, nicht ohne Verwunderung bemerkten. Aber warumdiese Verwunderung? Es war dem Naugcrius, wie gesagt, we-der um die Sittlichkeit, noch um eine gewisse Einfalt, die sichmit dem zugespitzten Witze nicht wohl verträgt, zu thun; wel-

(°) Nemsrqueu lur los Neklexiuns S» ?. Nitp'm, i>. 699. 0p. Vsvsslo-ris. vlilervsli«»«» inieellimoa: in ^»olores v. 6 n. Vol. II. r. II. SN8>