M.Mial,
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Lixit, et avclontes avlllo Iiibit oro savillas:I nune, et iei'i'iim, lurda moleltki, nega.Aortrcfflich! ob schon nichts, als das historische Faktum. Nurdaß der Dichter das, was Porcia bloß durch ihre Handlungsagte, sie mit Worten ausdrücken läßt. Man sage nicht: „abermit einer ziemlichen Unschicklichkeit, wenn die That anders sogeschehen ist, als Plmarch berichtet, daß nehmlich Porcia , nach-dem sie die brennenden Kohlen verschluckt hatte, den Mundfest verschloß, und durch Zurückhaltung des Athems ihren Todbcföderte." Freylich hat sie nichts weiter gesprochen, undkonnte wohl auch nichts weiter sprechen. Doch wer heißt unsdenn, die letzte Zeile als Worte der Porcia ansehen? Ich weißwohl, daß es Ausleger des Martials giebt, die dieses zu thunausdrücklich anweisen; wie z. E. R«Oerus(°): dagegen ich kei-nen weiß, der vor dieser Mißdeutung gcwarnct hätte. Gleich-wohl ist es sicherlich eine; und die Worte, l nune, vt tn-rum,wrda molotta, nvF-t! sind Worte des Dichters, der auf einmalsich dünken läßt, bey der Handlung selbst gegenwärtig zu seyn,und ganz in dem Geiste der Porcia , der vereitelten Aufsichtmit diesem Epiphoncma spottet. Mit der Arria, die man beydem ähnlichen Entschlüsse, mit ihrem Gemahle zu sterben, an derAusführung gleichfalls hindern wollte, und die mit dem Kopfegegen die Mauer rannte, daß sie für todt niederfiel, wäre esein anderes gewesen. Denn diese ward wieder zu sich gebracht,und hätte also selbst ein solches I nun« zu der lästigen Schaarihrer gutherzigen Aufseher sagen könncn; wie sie denn auchwirklich so etwas sagte. C") Aber der Porcia , mit den bren-nenden Kohlen im Schlunde, es in den Mund zu legen: soeine Ungereimtheit konnte dem Martiale unmöglich einfallen.Und nun, nachdem ich ihn von diesem angeschnitten Flecke gc-rcinigct, höre man seine Nacheiferet'.
(°) Bcy dem dicse letzte Zeile l»s»U!u»I-i iliilWuNü purelu: viclli-eis vox heißt.
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