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Vermischte Schriften, erster Theil.
„aber cs geschieht, lim sie thätig lind aufmerksam zu erhalten.„Immer nenne mich einen ungeschliffenen, groben Spötter; ci-„ncn cckeln Possenreißer, wenn du willst. Wer wird nicht lie-„bcr ein Spötter seyn wollen, als ein Verführer? Noch lieber„ein Possenreißer, als eine listige, gleißende, maulspitzendc Hure!„Frage bey dem Dl'Vymus nach, wessen Gedichte seine Mäd-„chcn am liebsten lesen? ob meine, oder deine? Welche von„beiden sie ihren zaudernden oder entkräfteten Wühlern vorsin-„gcn? Mit welchen von beiden er sie selbst in dem Geschmacke„ihres Berufs erhält? Dich allein kennen sie; du allein liegst„auf ihren schmutzigen Nachttischen. Ganz natürlich! Denn„ich schlage, und du kitzelst. Zwar, höre ich, soll es auch eine„menschliche Gattung von Waldescln geben, deren dicke Haut„meine Schläge selbst zu Kitzel macht. Aber wer fragt nach„der? An der ist nichts zu bessern, und nichts zu verderben:„und wenn cs meine Schläge nicht sind, welche ihr juckendes„Fell krauen, so ist es der erste der beste Eckstein" u. s. w.
Man wird leicht sehen, warum ich in dieser Rede, welcheich dem Martialc in den Mund lege, den Sabellno weit we-niger strafbar annehme, als er in dem angeführten Sinnge-dichte erscheinet. Denn cs versteht sich von selbst, wenn Mar-tial gegen den allcrfeinstcn Sabellus, gegen jeden Sänger derunschuldigem Wollust, sich auf diese Weise vertheidigen kann:so wird er seine Sache, aus eben den Gründen, um so vielmehr gegen den wahren, eigentlichen, mehr als viehischen Sa-bellus gewinnen müssen. Es kömmt unter beiden Theilen, wiegesagt, nicht auf die bloße schamlose Erwähnung unzähligerGegenstände an, durch welche meistens nur eine Anständigkeitbeleidiget wird, die sich mehr von gesellschaftlichen Verabredun-gen, als unmittelbar aus der Natur des Menschen hcrschrcibct:sondern es kömmt auf die anlockenden Sophistercycn an, mitwelchen man solche Gegenstände ausrüstet, auf die Anreizungzu Lüsten, zu welchen ohnedem schon so vieles in der Weltanreizet; auf die Erwcckung solcher Begierden, die überhauptin keinen Büchern erweckt werden müßten. Wenigstens ist dereinzige zufällige Nutze», den dahin abzielende Schriften noch