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Ncrmischte Schriften, erster Theil.
sagt von ihr, was man nun freylich von seiner Frau eben nichteinem jeden ans die Nase bindet ("):
I^t pall.ir moeelimn, rogal uxoi-, Lalle, teil unum.IIu!e vZ» non »eulos ein«, Lalle, cluos?Die gute Frau, nnd der häßliche Mann! Was konnte sie nachden damaligen Sitten weniger verlangen? Muß er ihr gleichdie Augen ausreißcn »vollen? Es war doch sonst eine so ge-setzte, so ehrbare, nnd in dem Ehebette selbst so keusche Ma-trone! Sie war ihm nur zu keusch: worüber er in einem langenEpigramme mit ihr zankt t").
Dxor valle sm.15, aut moi'!!»»« ulere nollei«!
Non ezo lum <ü>li!»8, nou Nunia, non 1a>!us. - -8i to «leloelal giavitas, I.ueiell.-» lola8!s liest usknie ilio: I^ailla noele volo.
Anderswo scheinet sie es zwar naher gegeben zu haben; ja nä-her, als es Martial selbst von ihr verlangtes). Aber dochnur alles aus aufrichtiger, inbrünstiger Liebe gegen ihren Mann;nv VNAIIS Ä tlialamls eon^iiZls erret omvi: so daß es kaum zu-sammen zu reimen stehet, wie eine, ihrer' Gemüthsart nach sosittsame, und aus Gefälligkeit gegen ihren Mann so nachgebendeFrau, gleichwohl noch einen Gehülfen hat verlangen können,und von ihrem Manne selbst hat verlangen können?
Ich bin unbesorgt, daß die, welchen Martial schlechterdingszu Rom soll vcrhcyralhct gewesen sevn, und welche daher überall,wo von einer Ehefrau in der ersten Person bey ihm die Redeist, seine eigene darunter verstehen, nicht auch noch weit wider-sprechendere Nachrichten von ihr sollten zu vergleichen wissen.Aber begierig wäre ich zu hören, was sie zu denjenigen Epi-grammen sagen, in welchen sich Martial mit eben so klarenWorten für unvcrheyrathct ausgicbt? Denn dieses thut er dochwohl, wenn er z. E. jene güldene Heyrathsrcgel ertheilet? (-j-j-)Dxorem c^uare loeunlelem clueei'v nolim
(^uan-itlü? Ilxoii nuliei'e nolo mere.Iiikei'Ioi' maliona s»o lil, I^-Ilee, maiüo:
I^ori alitei' liiei'int /oemin-i vii'ljuo nai'es.
(°) l.ib. IN. ep. 9S. s") I.i>>. XI. ep. 103.
I.id. XI. ep. 41. (sf) I.ili. VIII. «.pigr. IS.