Martial.
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eine von dem Dichter selbst durchgesehene und verbesserte Ab-schrift, der strengen Kritik leicht weit weniger Stoff zum Tadelgegeben haben, als ihr ein Letzt gedrucktes Exemplar gicbct,welches wider seinen Willen mit verschiedenen sehr mittelmäßigenStücken vermehrt worden, in deren Verwerfung er ihr längstzuvorgekommen war.
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Ich habe oben angemerkt, daß der Buchhändler, welcher dieJugciidgcdichtc des Martials zu verkaufen hatte, GmnktusPollius Valcri«nns hieß; daß aber die Epigrammen nicht beyeben demselben, sondern bey einem andern, Namens Alrcb'tus,zu finden waren, wie der Dichter selbst zum Schlüsse des erstenBuches anzeigt Wenn ich nun hinzusetze, daß ein dritterBuchhändler, Namens kLryphon, (der nehmliche, durch den(Quinktilian sein Werk ausgehen ließ) besonders die A5enia undApophorcta desselben gehabt zu haben scheinet so sollte manfast vermuthen, daß auch schon damals jeder Buchhändler seineeigenen Vcrlagsbüchcr, wie wir es jetzt nennen, besessen, undnicht die ersten die besten abschreiben lassen, die ihm vor dieFaust gekommen, und auf die sich ein anderer bereits eine Artvon Recht erworben hatte. Sie können auch leicht gewissenhaf-ter unter sich gewesen seyn, als manche ihrer theuern Nachfol-ger jetziger Zeit zu seyn pflegen. So gar hat es das Ansehen,daß sie bey einem Buche, welches starken Abgang hatte, sichüber die verschiedenen Formate von Abschrift verglichen; so daßder eine die großen Abschriften für die Bibliotheken, und einanderer die kleinen portativen Abschriften besorgte. Ich glaubedieses deutlich in einem Epigramme zu sehen, von welchem ichbehaupten darf, daß es kein einziger Ausleger gehörig verstan-den hat. Es ist das dritte des ersten Buchs.
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