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Lcrmischtc Schriften. Erster Theil.
Denn daß sich Sertilian keiner Unmäßigkcit in seinem Hause,an seinem eigenen Tische, sondern im Theater schuldig machte,erhellet aus dem zweyten Epigramme, mit welchem ihn der Dich-ter durchzog (°):
Lextilirmo liilils, Quantum sulilollia hnlnhuv,8olus: ac^UÄ totios olirius ello potcs.
I^eo oc»ntol?»iiun vioina iiumillU!>!!l taul.urn,^era 5od u euneis ulloi'lora pells.
IVon liseo I^eliAnis ogltur vinclenila pvvells,Dva noe in ?uleis nsteilui' il'ta juAiu.
Ivtla tvcl anllf^ui 5olix Lecatui' 0^>!mi,ÜAeiit ot niAros N.islica eella eailos.
^ cau^ior«; lll»i locx lualelana peiatur,8i ^»lus t>ui»iu cleeics, Loxtiliario, diliis.Lulitollia, emioi, bezeichnen offenbar das Theater. Zm Thea-ter, wie gesagt, war es also, wo Sertilian fünfmal mehr deskostbarsten Weines in sich goß, als für ihn allein, und einenseines gleichen, bestimmt war. Wie nun das? Es ist bekannt,sagen die Ausleger, daß die Kayscr auch wohl im TheaterLporwlas unter das Volk vertheilen ließen; welche L^ortul-oentweder in wirklichen Erfrischungen bestanden, oder in Geldegegeben wurden, wofür sich jeder bey denen, welche Erfrischun-gen im Theater feil trugen, kaufen konnte was und wie vielihm beliebte. Daß das letztere damals geschehen, meynen sieeinmüthig, sey klar: denn die Summe werde ausdrücklich be-nennt, wie viel an Gelde auf eincii. Ritter gekommen; nehmlichtju!»iuv numiknmta. Nur darüber sind sie nicht völlig einig,was diese lj»i»czu<z numilmata, nach andern Müiizsortc» eigent-lich betragen. Der arme Ramircs Se Prado, welcher sie, nachdem Turncbns, zu hundert O-uadrantcn evaluirtc, ist bey demSkrivcr schlecht weggekommen, welcher ihm über diese manls»Nam alilurcliwwm vt äc-fcvllam IiuIIu^!l>atic>nom trefflich denText liefet, und augenscheinlich darthut, daß sie, ein Numilmafür einen Leltc-itius genommen, nicht hundert, sondern hundertund sechzehn Quadranten betragen. Nun will ich gar nicht
(°) lUIl. l. ep. s?.