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8 (1839)
Entstehung
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495
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Marlial.

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sollte. Das ist die Beschreibung wenigstens, die uns Arhenansaus dem Apollovorns von Athen und aus dem ZL>ion)-smsThrax von einer pliml-t macht ?c>v ?r^^^v«

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Es war also ganz genau das, was wir ein kLnmmelchcn nen-nen; ein Becher, der gleichsam selbst berauscht ist, und auf sei-nem Fusse nicht stehen kann. Jedoch nicht um die Form desTrinkgcschirres ist mir es jetzt zu thun, sondern lediglich um dieMaterie desselben. Ich frage: woraus bestand es? Die Ausle-ger, so viel ich deren nachgesehen, das ist, alle ohne Aus-nahme antworten hierauf, wie aus Einem Munde, daßsie von Gold gewesen sey, und zwar von derjenigen Art Gol-des, welche Lloeti-um geheißen. Doch dieser Uebereinstimmungungeachtet bin ich ganz anderer Meynung, ob ich gleich gerngestehen will, daß die gemeine Auslegung, auf den ersten An-blick, die wahrscheinlichere zu seyn scheinet, und daß MartialWorte und Ausdrücke braucht, von denen es mich würde ge-wundert haben, wenn sie niemanden verführt hatten. Die rich-tigere Erklärung dieser Worte und Ausdrücke ist es daher auch,die es der Mühe werth macht, ein längst nicht mehr vorhande-nes Geschirr in nähere Betrachtung zu ziehen, von dem es sonstsehr gleichgültig wäre, ob es von Gold, oder von wer weißwas? gewesen.

Zch sage also, die Trinkschaale unsers Dichters war nicht vonGold, sondern aus einem kostbaren Steine geschnitten. Zch willnicht hoffen, daß ich nöthig haben werde, vor erst zu erweisen,daß es wirklich Trinkschaalcn aus kostbaren Steinen gegeben.Nach dem Salmasins zwar, sollte ich es fast nöthig haben.Denn dieser hielt sich, ziemlich aus dem einzigen Grunde, daßdie pkiala der Alten gcwöhnlichcrmaaßcn von Silber gewesen,für berechtiget, in dem L-ampriVuis eine Stelle zu ändern,in der außer ihm wohl sonst kein Mensch etwas zu ändern hattefinden sollen, und p!>!alas fonas in eben so viel XNaulcsclinnc»!zu verwandeln. Doch bey dem allen leugnet er es selbst nicht, wasich als ausgemacht annehme. Und nun Zeile vor Zeile erwogen!

(°) i/>>i. xi. svt xuu. vüieeii.(") 4. vilie ^lex. Lev.