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8 (1839)
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496
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Vermischte Schriften. Erster Theil.

Die ersten zwey, in welchen der Dichter den Meister seinerschönen Schaalc errathen will oder zu wissen verlangt, sollen michdadurch nicht irre machen, daß sich von dem N7ys, dem M>-ron,und dem Mentor, nur Werke in Erzt oder Silber angeführetfinden. Die alten Statuarii waren allgemeine Bildner, undwer in Erzt gießen konnte, der konnte gewöhnlich auch in jederandern Materie arbeiten. Nom PolMct wenigstens finden sich,eben sowohl Werke in Stein als in Erzt, bey alten Schrift-stellern genannt. Wenn also schon diese Zeilen nichts für michbeweisen, so bin ich doch auch ganz ruhig, daß sie im Grundenichts gegen mich beweisen können. Vielmehr ist es billig, daßsie sich in ihrem Sinne nach den übrigen Zeilen bequemen.Gleich die zweyte und dritte nun;Iiivel'eit nulla onliglnc: sutcg, neo mlitüxploiatorvs nuliila mall» ioeos:

wie ist es doch immer möglich, daß man die vom Golde ver-stehen kann? Wie kann Gold rmnila mafia heißen? Wie kannman vom Golde sagen, daß es nulla esIiFine luleum sey? Wiekann man sagen, daß ein goldenes Gefäß das Feuer nicht zuscheuen habe? Nudila mulla kann schlechterdings nur von einerMasse gesagt werden, die weder ganz undurchsichtig noch ganzdurchsichtig ist; nur von einer Masse, durch die wir die Gegen-stände gleichsam wie durch einen Nebel erblicken, dergleichen alleHornstciiic in ihren klaren Stellen sind. Auch kann das Goldim Schmelzen durch keinen Rauch etwas leiden; und wenn esnoch so unscheinbar aus der Kapelle kömmt, so ist es doch garbald polirct, und Färb und Glanz werden an einer Stelle,wie an der andern. Ein goldenes Gefäß aber zu probircn, werin der Welt wird es in den Schmclztiegcl werfen, wenn ersein Gefäß nicht am längsten will gehabt haben? Hat mandenn sonst kein Mittel zu erforschen, ob das Gold lauter undrein, oder mit Zusatz verfälscht sey? So wenig alle diese Aus-drücke aber auf das Gold passen, so vollkommen passen sie hin-gegen auf eine schöne Stcinart, die an allen Stellen das Lichtin einem gleichen Grade durchläßt, ohne dichtere Flecken zu ha-ben, wo es fast ganz undurchsichtig ist. Auch nur von einerStcinart gilt es, daß sie die Probe des Feuers nicht zu scheuen