Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
509
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Priapeia.

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gehet, nach dem sich die Scioppii vergebens umgesehen. EineProbe sey das fünf und siebzigste Gedicht.

I^tax««.

OlnI^uis, natlneoe, cniilk mv fnectatls oeollis?

Non ttal^ in iiiZuiiiilius montnla tenta inols.<)>ico tamon oxaniinis nuno vtt, et inntile liAvum:

Iltiüs Ilsec, ararn II orit.

Es ist sonderbar, das Priapus einen Altar verlangen sollte,nnd zu so einem Behufe: ^.ram ti cloäentis. Zhm war umganz andere Huldigungen zu thun. Scioppius glaubte daher, das?man arao ti äl-cloritls dafür lesen müsse. Ita logo, sagt er,kniia, ox altora loctiono bonurn Konsum vruorv no^ulvi. Iltilis orit,ki vam in aram uktulanclam claditis. Lock noo noe miki /'stisfiteit.Za wohl taugt auch das nicht; oder vielmehr es taugt nochweniger. Ein einziger Buchstabe giebt dem Dinge eine andereWendung. Man lese nehmlich, anstatt sram, nrram oder ariliam,so wie das Manuskript will: und auf cimnal ist Sinn undWitz wiederum da. Priapus nehmlich will eben das sagen,was Martial der alten PhylliS sagte, dessen Epigramm an siehier der beste Kommentar ist. (*)

L1anc>ili!>8 nelvis: clalio, lliv, iilii millln cenluin.üt «lalic» 8outlui jugeva oulla toli.

^ooino vina, «lomnin, nucros, clu^lentlela, inonli>8:IXil onus ekkAns eben diesem Manuskripte könnte ich auch ein ganzes nochnngcdrncktcs, zwar nur einzeiliges, Epigramm a,l rinonclam,sniomnäo clouoat 5orv!io priano mittheilen, welches sich zwischendem zwey und drcyßigstcn und drey lind drcyßigstcn bcstndct:doch was von dieser Art nicht schon bekannt ist, soll es durchmich gewiß nicht werden. Und dazu ist es so plump!

2. Die zweyte Handschrift, mit der ich, vor länger alszehn Jahren, eine leere Stunde verdorben, ist unter den rhc-digerschen Manuskripten der Bibliothek des Gymnasii zu St.Elisabeth in Breslan. Auch diese liefet manche Zeile vielschmcidigcr, und dem Verstände gemäßer: wovon ich nur einPaar Beyspiele geben will.

(°) Xl. ep. so.