Priapcia.
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rhcdigcrschcn als wolfcnbuttelschcn Manuskripts vollkommen solicsct. Es ist auch nothwendig, daß man so lesen muß: dennvvrnacula voma waren es ja wirklich nicht, sondern sollten esnur bedeuten.
3. Daß Fr, Aindenbrncl? den sogenannten Anhang desNirgils, mit Jos. Skaligers und seinen Anmerkungen heraus-gegeben, ist bekannt. Aber das ist nicht bekannt, daß er einezweyte, verbesserte und vermehrte Ausgabe davon zum Druckefast fertig gehabt, wovon das Exemplar, in welches er seineVerbesserungen und Vermehrungen eingetragen, in hiesiger Bi-bliothek befindlich. Auch er hat darum die Priapcia mit einemManuskripte verglichen, und mancherley Lesarten bcygcschricbcn,deren aber die meisten offenbare Schreibfehler sind; wenigstensist keine einzige darunter, die ich mit meinen vertauschen möchte.
Warum sonst spätere Herausgeber völlig ausgemachte Dingenicht nutzen wollen, um uns den Text dieser Kleinigkeiten, dievollends des Lesens nicht werth sind, wenn man sich erst denKopf darüber zerbrechen soll, so korrekt zu geben, als ihnenmöglich war: daran kann nichts als Nachläßigkeit schuld seyn.Wenn Skaliger z. E. bereits angemerkt hatte, daß das vierund zwanzigste Epigramm aus dem Griechischen des L.eonidas,in der Anthologie genommen sey: warum hat man dcmohngc-achtct bisher unterlassen, die Interpunktion der zwey letzten Zeilen,Iialieas ^oviinm, lieot inillgucre, tcü'.imhuo
?i^)toi' vlus, llivas, Iioc ogo, pi'vjitor ol>i8.nach den griechischen Zeilen,
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zu berichtigen? nach welchen sie nothwendig so aussehen muß:— — — — — — — — kvi'.iiiMie
I^ro^ter »lus, llioas, Iioo <?U>? Procter olus.Und so hat sie auch Salmasius in seinem Exemplare des gru-tcrschcn Martials wirklich bcygcschricbcn.