Druckschrift 
8 (1839)
Entstehung
Seite
520
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620 Vermischte Schriften. Erster Theil.

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Der Dichter giebt in diesen Zeilen dem Kranken den Rath, eheer die Salbe des Dion brauche, immer in voraus von demlicbcir Tageslichte Abschied zn nehmen. Denn, sagt er, dieserDion ist seiner Sache so gewiß, daß er einen andern Patien-ten, welches ei» olympischer Sieger war, nicht allein selbst stock-blind gemacht, sondern anch die Bildsäule desselben zugleich mitum ihre Augen gebracht hat.

Die Bildsäule zugleich mit um ihre Augen gebracht! das istja wohl eine sehr frostige Uebertreibung. Hat denn eine Bild-säule Augen, mit welchen sie wirklich sieht? Kann ein unglück-licher Quacksalber sie blinder machen, als sie wirklich ist? Oder,wenn nur die nachgebildeten todten Augen zu verstehen sind,u?ie hat er die Bildsäule um diese gebracht? Wirkte die schäd-liche Salbe durch Sympathie? Oder schlug er ihr, brach er ihr dieAugen mit Gewalt aus? Dieses zwar sagen die Worte, wennman sie genau nimmt. Aber warum sollte Dion diese verwü-stet haben? Wenn man schon zur Verhöhnung eines elendenAugenarztes sagen kann, daß er der geschworene Feind aller ge-sunden Augen sey: darf man darunter auch Augen verstehen,die ohnedem so sind, als ob sie aus seinen Händen gckommcnwären ? Eben so sinnreich würde man ja wohl alsdcnn anchsagen dürfen, daß er allen Augen so fcind sey, daß er selbstdie Augen an den treibenden Bäumen zu zerquetschen Ver-gnügen finde?

Man sieht sich vergebens bey den Auslegern nach etwas um,wodurch dieser schaalc Witz Geist und Schärfe bekommen könnte.Sie übersetzen die Worte sehr treulich: aber wem es von ihneneingefallen, eine Umschreibung oder Erklärung hinzuzuthun, dermacht uns sicherlich verwirrter damit, als wir waren. So sagtz. E. Opsopous: Rori solum vxeveeavit Ol^mpicum, socl pro-prer imsgmom c^uam IialivIi.Tr, vtiam palpodrus ejus o^eeit. Mansieht wohl, daß er durch prnpter im-iZInc-m das <5z' klxovo«ausdrücken wollen. Aber was soll es heißen? Beneidete der