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148 Erstes Buch. Fünfter Abschnitt.

1457 und-4459, Man kennt auch xylographische Werke biszu deu achtziger Jahren des I5tcu Jahrhunderts, worin manes soweit gebracht, daß man beide Seiten des Blattes be-druckte, was sonst, so lange man sich des Ncibers bediente,nicht möglich war. Später sieht man keine mehr, und dieHolz- und Formschneider müssen wegen der schweren Mani-pulation der Tafeldrnckc, und der Schnelligkeit des Drucksmit beweglichen Buchstaben, der Xylographie gänzlich entsagthaben, welche von da aus der Reihe der bildenden Künsteverschwand."

§. 59.

Nicht so die Knpferstecherknnst, die ebenfalls mit zu denVorspielen der Buchdruckerkunst gehört und zu deren Erfin-dung beigetragen hat. Die Kunst Schriften mit dem Grab-stichel in Metall einzugraben, war schon den Alten bekannt.Die Cretenser und andere griechische Völker gruben ihre Ge-setze in eherne Tafeln/) worin ihnen die Römer nachfolgten.^)Denn als bei der Eroberung Roms durch die Gallierdie Gesetze der 12 Tafeln verbrannten, wurden sieanfs Neue in Erz gegraben; nud aus Livius erhellt, daßauch die Bündnisse der Alten in eherne Säulen gegrabenwurden; °) wie denn der Bund zwischen deu Maccabäernund Römern ebenfalls auf messingene Tafeln geschrieben war.")Besonders berühmt waren die Arbeiten der Orusts-rii imAlterthume, welche Schriften, Figuren und Laubwerk mit demGrabstichel eingruben, und solche dann mit Schmelzarbeit,Gold oder Silber ausfüllten. PliNius rühmt vorzüglich dieincrustirte Arbeit der Teurer und die Trinkgeschirre desPytheas . 5) Die Läden, wo die Alten dergleichen Waaren

1. ) pliltn in Mn. p, 5l>8-

2. ) Oviil. Alet-im. I. v. 91. 92-

3 ) lloc-ul. I. Ii. 2,

4 ) I. Zl-Il!<!illi, s- 22 <:. I-l, 18.

S.) ?1inii nistlir, Nawt. Ii XXIII. <:. ,2,