t)er Ausbruch des Weltkrieges
Deutschlands und Italiens, zu unterbreiten, mit demHinweis darauf abgelehnt hatte, daß nach PetersburgerNachrichten Herr Ssasonoff einen direkten Meinungs-austausch mit dem Grafen Berchtold beabsichtige, dessenErgebnis zweckmäßigerweise zunächst abgewartet werdenmüsse. Sir Edward Gfey hat diesen Hinweis als berechtigtanerkannt; er telegraphierte am 28. Juli an den britischenBotschafter in Berlin, daß er jeden andern Vorschlagsuspendieren wolle, da der direkte Meinungsaustauschden Vorzug vor allen andern Methoden verdiene.
Aber ehe noch dieser direkte Meinungsaustausch in Flußkam und ehe eine deutsche Einwirkung auf Wien sichzeigen konnte, hatte die englische Regierung Schrittegetan, die nur als direkte Aufmunterung Rußlands undFrankreichs wirken konnten. Ich erwähne die am 28. Julierfolgte Bekanntgabe der Aufrechterhaltung des mobilenZustandes der zu Manöverzwecken in Portland konzen-trierten Nordseeflotte, ferner die Unterhaltung Sir EdwardGreys mit dem französischen Botschafter am Vormittagdes 29. Juli, in der Sir Edward Grey Herrn Cambon er-öffnete: er habe die Absicht, dem deutschen Botschafterzu sagen, daß er sich durch den freundschaftlichen Tonder bisherigen Unterhaltung nicht irreführen lassen dürfezu irgendeinem Gefühl falscher Sicherheit, daß Englandbeiseite stehen werde, wenn alle Anstrengungen, den Friedenzu erhalten, die England jetzt in Gemeinschaft mit Deutsch-land mache, scheitern sollten.
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