Der Ausbruch des Weltkrieges
sische und damit eine Frage der Vorherrschaft in Europamacht, dann habe ich den Ausgangspunkt, den ich brauche.
Diesen Ausgangspunkt zu schaffen, lag in FrankreichsHand: Frankreich brauchte nur seine unbedingte Solidari-tät mit Rußland zu erklären, was, wie ich oben gezeigthabe, noch an demselben 29. Juli geschah.
Daß Sir Edward Grey hier eine starkklingende Saite an-schlug, zeigt der Brief, den die Führer der konservativenOpposition in den beiden Kammern, Mr. Bonar Lawund Lord Lansdowne, am 2. August an den Premier-minister richteten; sie betonten in diesem Brief, es würde„verhängnisvoll für die Ehre und Sicherheit des VereinigtenKönigreichs sein, mit der Unterstützung Frankreichs undRußlands in der gegenwärtigen Krisis zu zögern"; falls dasKabinett diese Unterstützung gewähre, böten sie ihm dierückhaltlose Unterstützung der Opposition an.
Aber im liberalen Kabinett selbst gab es Leute, und erstrecht in der liberalen Partei und der Arbeiterpartei, sowohlim Parlament wie im Lande, die auch mit dieser Parolesich nicht blindlings in den Krieg führen lassen wollten.Darunter, wenn unwidersprochen gebliebene Mitteilungenenglischer Blätter* stimmen, sogar Lloyd George. Nocham 30. Juli mußte Grey dem französischen Botschaftermitteilen, das Kabinett sei zu dem Schluß gekommen, eskönne im gegenwärtigen Moment keine Verpflichtung über-nehmen. Diese Mitteilung war nicht nur Herrn Cambon,
• Z. B. „Labour Leader" vom x8. März 1915.220