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750, 1000 resp. 2000 Exemplaren 2, 2^, 3, 5 resp. 10 Thaler an.Demnach betragen Verlcgergewinn und Honorar bei einem thatsüchlichenAbsätze von 400, 500, 750 resp. 1000 Exemplaren auf ganze Thalerabgerundet: 207 und 4s!; 291 und 57; 499 und 69; 707 und 115Thaler. Bei einer Auflagehöhe von 2000 Exemplaren verdoppeln sichPapierkosten und reiner Druckerlohn, der auf 1000 Bogen 2 Thalerbetrügt, sodaß hier von der Einnahme außer den genannten 126 noch103 Thaler abzuziehen sind; Berlegergcwinn und Honorar betragen1437 und 230 Thaler. Welch schneidender Gegensatz! Format, Druckund Papier sind dabei so vorausgesetzt, wie es die damals gern gekaufte„Geschichte der Deutschen" von Mich. Jgnaz Schmidt hatte. Nun sindPapier und Druck oft genug schlechter, die Herstellungskosten eher geringer,die Preise höher als hier angenommen; das Alphabet groß 8" in Cicero,sagt Reiche, würde von vielen Buchhändlern schon seit Jahren für 1 Thalerverknust — von Schmidts Geschichte kostete das Alphabet sogar übereinen Reichsthaler; und dabei stiegen die Preise immerfort. Das Verhältniszwischen Berlegergcwinn und Honorar ist also häufig ein für die Ge-lehrten sogar noch ungünstigeres und wird auf jeden Fall immer un-günstiger werden.
Und doch, sagt Reiche, wäre es unbillig, die Buchhändler deshalbanzufeinden. Erstens sei der Absatz im voraus nicht bestimmbar; zweitenswerde häufiger getauscht als bar gezahlt, und dabei erhalte der Nerlegerder besten Werke oft die schlechtesten. Endlich sei der Buchhündlcrrabattvon 25 bis 33 ^ nicht zu vergessen. Die letztere Bemerkung kommtziemlich spät. Die Zahlen sind es, besonders möglichst stark kontrastierendeZahlen, die den stärksten Eindruck hervorrufen; in Reiches Ziffern abersind weder der Buchhändlerrabatt noch die Geschäftsspesen, deren Reicheüberhaupt nirgends Erwähnung thut, noch übrigens, was fast belustigendwirkt, das Honorar selbst berücksichtigt. Bringt man diese drei Postenin Anrechnung, so gestaltet sich jene Gegcnübcrstellnng einigermaßenweniger aufregend. Denn statt der obengenannten Gewinnziffern von207, 291, 449, 707 und 1437 Thalern erscheinen dann — die Spesenmit 10"/„ und den Rabatt mit 25"/„ angesetzt — 66, III, 240, 334und 689 Thaler, bei 33^"/,, Rabatt 41, 80, 192, 272 und 564Thaler, was einer Ermäßigung der Reichcschen Durchschnittsdiffcrcnzzwischen Gewinn und Honorar um 47,v",„ gleichkommt. Der so bleu-