Typographische Fortschritte: Breitkopf, Decker.
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die nach den Zeiten eines kümmerlichen Geschäftsbetriebs, einer Her-stellung im Kleinen und je nach Gelegenheit ein geordneter, planmäßigerBetrieb des MusikalicnhcmdclS im Großen erst möglich wurde: denKatalog der gedruckten Musikalien zur Theorie und Praxis, den Katalogder geschriebenen Musikalien zur Praxis und, in 5 Teilen und 16 Sup-plementen, den thematischen Katalog der „verschlossen" und verzetteltliegenden handschriftlichen Musikalien. Aber Brcitkopf war viel zu sehrTypograph überhaupt, und zwar typographischer Denker, Erfinder, Re-former, als daß sich seine Thätigkeit hierauf beschränkt hätte. Wie spiegeltsich in ihm, den die feiernden Zeitgenossen bei seinem Tode den „Wieder-Hersteller des guten Geschmacks in typographischer Schönheit für Deutsch-land " nannten, der „aufs neue als der Vater von typographischer Kunstund Schönheit in Deutschland anzusehen" sei^°, in seinem allseitig-rastlosen typographischen Dichten und Trachten der sinnend und suchendvorwärts und aufwärts strebende Eifer der Zeit, die alte Thäler aus-füllte und neue Berge aufthürmte! Arbeitete er doch sogar an denVersuchen, Landkarten und Porträts und ebenso die chinesischen Typenaus Tcilstücken typographisch herzustellen. Er versuchte die Gründungdes ersten Fachorgans, das das gesamte wissenschaftliche, Musik- undKunstlcbeu im weitesten Sinne, die Interessen des Buch-, Musikalieu-und Kuusthaudcls umfassen sollte. Er arbeitete nach breit — allzubreit — angelegtem Plane an einer Geschichte der Buchdrucker-kunst. Er stand als der Vorderste im Kampfe gegen den rohen Pen-nalismus der Buchdruckcrgebrüuchc, reformierte sie, und seine Reformdrang, zunächst im Norden, allmählich durch. Nach seinem Tode über-nahm, nach einer kurzen Zwischenzeit unter dem der Aufgabe nicht ge-wachsenen Gottlob Breitkopf, noch im Jahre 1794 Gottfr. ChristophHärtel (1763—1827) das Geschäft, der Brcitkopss Notcntypcn ver-besserte, in seine Notcndruckerci die Platten mit der noch jetzt üblichenZinn- und Blcimischung einführte und 1798 mit der Herausgabe derNvrss eornplstss der musikalischen Klassiker begann.
Breitkopf zur Seite steht in der Geschichte der deutschen Schrift-gießerei der Hofbuchdrucker (1763) Georg Jacob Decker^" ^ Berlin .
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