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Geschichte des deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft / Johann Goldfriedrich
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470 7- Kapitel: Nachdruck und Verlagsrecht.

ficht nicht seyn, zur Zeit auf diesen Gegenstand weiter einzugehen, sowürde doch immer die angetragene allgemeine Disposition in Ansehungder Übersetzungen eine Norm für die Richter abgeben", daßhinführomehrere Übersetzungen eines Originals nebeneinander, ohne allen Unter-schied, wenn sie nur nicht Nachdrucke sind, in hiesigen Landen vertriebenwerden können." Damit schließt die, hinter der Bühne der Öffentlich-keit sich abspielende, Entwickelungsgeschichtc der verlagsrechtlichen Gesetz-gebung in Sachsen 2' während des nachreichschen Zeitalters, die, ge-schoben von Staatsmännern und Buchhändlern Preußens , angesporntdurch das Beispiel des preußischen Landrechts und befruchtet und geklärtdurch die Gedanken der gelehrten Theoretiker des Verlagsrechts, wie-derum ein klarer Spiegel des Entwicklungsganges jenes Zeitalters ist.Wie wächst die bewußte Gestaltung; und wie wachsen sich, nach eineraltern Zeit ungleich größerer Dumpfheit und Isolierung, die Gedankender Staaten, und nicht nur dieser, sondern die Gedanken der Staaten,des Buchhandels und der Wissenschaft einander zu! Aus Streit undReibung, wie sie das Aufschwellen des geistig-litterarischen, des litterarisch-buchhändlerischen Lebens entzünden, lösen sich hier und dort die Gedankenund Thaten, die einst auch hier zu einer Einheit deutscher Gedankeuthatzusammenwachsen sollen.