Thüringen: Fromniann, Bcrtuch, Ettingcr, Justns Perthes u. a. Göttingen . 4^)1
„Handlungs-Sozietät", der il. a. auch Johann Georg Justus Perthes (Oheim von Friedrich Perthes ) angehörte. 1785 schied Perthes ausund begann einen eigenen Verlag, der in den Meßkatalogen von 1792an auftritt. Gerade einer seiner wichtigsten Artikel ist schon vorherunter der Firma Ettinger verborgen: der von Joh. Christ. Dietcrich1765 begründete Gothaische Hofkalender, dessen Verlag Perthes, samtdem des ^Irnlmaen äs Kollia, von Ettinger mit der Verpflichtung derBeibehaltung der Ettingerschen Firma übernahm, und der Jahrzehntehindurch der Mittelpunkt seines ganzen Geschäfts blieb und seine ge-schäftliche Bedeutung noch heutzutage besitzt. Mit bedeutenden periodischenUnternehmungen setzte auch Perthes' neuer eigener Verlag ein: so erschienvon 1791 au Friedrich Schlichtcgrolls „Nekrolog, enthaltend Nachrichtenvon dem Leben merkwürdiger verstorbener Deutschen". Endlich aber hatin den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts Perthes selbst die Richtuugauf die heutige „Geographische Anstalt" hin festgelegt; nach den großenNeisewcrkcn aus dem Jahre 1801 erschien bald darauf die „Karte vonDeutschland nach dem Reichsschlussc vom 27. April 1803 mit den biszum September 1804 erfolgten Veränderungen" von Adolf Stielcr, demSchöpfer des spätem großen Handatlasses.^ Im Jahre 1795 gründeteRudolf Zacharias Becker die „Beckerschc Buchhandlung" (heute E. F.Thiencmann), nachdem er bis dahin, seit 1783 in Gotha wohnhaft,seine Zeitschriften und Bücher unter der Firma „Expedition der DeutschenZeitung" hatte erscheinen lassen. Die „Nationalzcitung der Deutschen "(zunächst 1796 —1811; die vorherige, 1784 begründete, „DeutscheZeitung für die Jugend"), das „Roth- und Hülfsbüchlein", der 1791gegründete „Deutsche Neichsauzcigcr" machen ihn unvergeßlich. Dessau verdankt seine hohe Stellung in den Meßkatalogcn der Gelehrtcnbuch-handlung; verzeichnen sie doch von ihr in den vier Jahren 1782/1785804 Artikel (mit denen der Jahre 1781, 1786, 1787 zusammen 834).In Quedlinburg tritt der Verlag von Franz Jos. Ernst hervor (Meß-katalog 1783 fg.).
Im Braunschwcig-Hannoverschen Gebiete^" stieg mit erstauulichcrSchnelligkeit die junge Universitätsstadt Göttingen zum vornehmsten Vcr-lagsplatzc empor. Um das Jahr 1740 finden wir zunächst den nichtunbedeutenden Verlag von Ehr. Heinr. Enno. Im Jahre 1735 aberschon berief der künstige Kurator der Universität den holländischen Buch-