Druckschrift 
Geschichte des deutschen Buchhandels vom Beginn der klassischen Litteraturperiode bis zum Beginn der Fremdherrschaft / Johann Goldfriedrich
Entstehung
Seite
637
Einzelbild herunterladen
 

Z.Kapitel: Sturm und Drang : der Selbstverlag.

637

gs) (Reimarus, I. A, H.,) Der Büchcrverlag in Betrachtung der Schrift-steller, der Buchhändler und des Publikums erwogen. Hamburg 1773.

gs) Strodtmann, Ad., Briefe von und an Gottfr. Aug. Bürger, Berlin 1874, I, 260 fg. 268 fg. 332; III, 10 fg. und öfters.

9?) Ausführliche Nachricht von der für Teutschland gestifteten Gclehrten-republik u. s. w., o. 0.1780.

»8) Oorito ?into.Werk von 20 Bogen in 2000 Exemplaren. Es wird auf 1200 Exem-plare prännmeriert. Verkaufspreis 36 kr..........

Unkosten: Druck uud Papier sür 20 Boge», auf den Bogen 12 fl.

240 fl.

10 °/ an die Kollekteure . . ^..........72

10°/ an die Gesellschaft............. 72

Die 800 nicht abgesetzten Exemplare übernimmt die Gesellschaft

K 20 kr. ^................ 266 fl. 40 kr.

Die Gesellschaft erhält dabei 30 °/ Rabatt ^ . . . 80 -

Also des Autors reiner Gewinn (wenn er keinen Vorschuß verlangthatte)........................

Provision der Gesellschaft (f. o.)...............

Wenn der Autor von seinem Gewinn Vorschuß verlangt, der S fl.pro Druckbogen beträgt, so macht das bei 20 Bogen 100 fl.;davon zieht die Gesellschaft für ihr Risiko ein diesem entsprechen-des Interesse ab, beispielsweise 20 °/...........

Setzt endlich die Gesellschaft die 800 nicht sofort abgesetzten Exem-plare nach und nach noch ab, die sie ^ 20 kr. vom Antor ge-kauft hat und mit 36 kr. verkauft, fo gewinnt sie daran:

Sie kaust 800 Exemplare ä 20 kr...... 266 fl. 40 kr.

Sie erhält aber dabei vom Autor 30 °/ Raba tt 80

Also Einkaufspreis............186 fl.

Verkauft 800 Exemplare K 36 kr....... 480

40 kr.

Gibt aber davon 30°/ Rabatt..... , 144

Also Verkaufspreis............ 366 fl. kr.

Gewinnt also an den 800 Exemplaren 336 fl. minus 186 fl.

40 kr. -....................

Also reiner Gewinn der Gesellschaft.............

Die Unkosten der Gesellschaft betragen für Druck und Papier (240 fl.), Vorschußan den Autor (80 fl.) und kleinen Ausgaben, Postgeld u. s. w. (30 fl.) zusammen350 fl. Diese bekommt sie aus den Einnahmen vom Autor zurück. Darüber hinausverdient sie an Provision (72 fl.) und am Vorschnß (20 fl.) zusammen 92 fl. DieserGewinn von 26°/o ist unfehlbar sicher, weil nur pränumerierte Werke gedrucktwerden. Nun ergeben aber die 800 Exemplare nach Abzng der Unkosten von