kerung und damit der Menge der geleisteten Arbeit. Da-neben tritt auch der zweite Gesichtspunkt auf: die Träg-heit der Arbeiter beruhe nicht auf einem ihnen angeborenenFehler, vielmehr darauf, dafs sie des Ansporns zur Arbeitentbehrten; um sie mehr arbeiten zu machen, müsseman das Motiv einer Verbesserung ihrer Lage in Bewegungsetzen 1 . Ebenso verteidigt Postlethwait die Gewährung einerbilligen Mufsezeit an die Arbeiter 2 .
Einen ähnlichen Standpunkt vertritt Foster 3 , dieser deutlichbeeinflufst von Mirabeau, Rousseau u. ähnl. Ihnen verdankter eine Beurteilung der Frage mehr vom Standpunkte derArbeiter aus. Die Meinung, dafs hohe Lebensmittelpreise undniedre Löhne wirtschaftlich wünschenswert seien, sei „ eineLehre, welche die Habsucht mit Begier ergriffen und für ihreeignen Zwecke ausgebildet hat". Nichts glaubten die Menschenleichter, als eine Unwahrheit, welche ihnen selbst Vorteil bringe.Zur Widerlegung beruft er sich auf die psychologische Er-fahrung, dafs zwar der Mangel zur Thätigkeit treibe, abernur der Mangel, welcher durch Thätigkeit überwunden werdenkönne. Ganz anders aber sei es, wenn die Anstrengung nichtihrer Erfolge sicher sei. Ein Mensch, welcher, je mehr erarbeite, desto höher besteuert werde, arbeite erfahrungs-gemäfs so wenig als möglich. Foster beruft sich hierfür zunächstim Anschlufs an Mirabeau auf den hörigen Bauern des Kon-tinents. Dasselbe aber gelte vom englischen Arbeiter, wennihm durch obrigkeitliche Mafsregeln, sei es durch Lohnfest-setzung, sei es durch Lebensmittelverteuerung, das Resultatetwaiger Mehrleistung entzogen würde. Eine solche Politik
1 I take it for a maxim that no class of people will ever wantindustry, if tliey do not want encouraging motives thereto. a. a. 0.
S. 43.
3 Dictionary of trade and commerce I prelim. discourse 1751.
3 Enquiry into the Causes of the present high prices of provisions.London 1767 bes. S. 56—62.