land zu hemmen, ist nichts andres als den Lehensnerv seinesauswärtigen Handels zu töten" h Die Industrie habe dieungeheuren Lasten der aus dem Kriege herrührenden Staats-schuld und die Lasten der Verteidigung des Landes wie derKolonieen zu tragen; dafs die Landwirtschaft in Zukunft fähigerwerde, diese stets wachsenden öffentlichen Lasten zu tragen,sei aufserhalb jeder Wahrscheinlichkeit; daher sei die Industriezu stärken im allgemeinen Interesse des Landes.
Der weitere Gesichtspunkt, dafs freie Einfuhr und damitVerbilligung der Nahrungsmittel die Produktionskosten derIndustrie vermindern müsse, wird seltener erwähnt, vielleichtweil viele Fabrikanten kurzsichtig genug diesen Vorteil unterder unpopulären Form von Lohnherabsetzungen vorstellten.Dafs auch er in Betracht kam, beweisen die Schriften Uresund Cobdens 2 .
Ure verweilt wiederholt auf den Vorteil, welchen dasFestland in der gröfseren Billigkeit der Nahrungsmittel be-sitze. Januar 1836 sei der Durchschnittspreis des Quarters•Weizen in Hamburg, Amsterdam, Antwerpen und Stettin 1 SB 8 sh. Id. gewesen, dagegen in London 2^4 sh. 6 d.Ein ähnliches Verhältnis bestehe zwischen England und Nord-amerika . Aber auch Ure gelangt nicht zu einem richtigen Ver-ständnis bezüglich des Einflusses der Lebensmittelpreise aufdie Produktionskosten der Industrie. Sein Blick bleibt in
1 Vgl. Richard Cobden, Political writings, London 1867, Bd. I143 fl., 288. Gladstone drückte bei einer Debatte vom 23. März 1842den in Betracht kommenden Gesichtspunkt prägnant aus: „die Einfuhrvon 50000 Stück Vieh ruft einen Einfuhrhandel im Werte von'h Million hervor; sie führt damit zu einem Exporthandel in gleichemBetrage, welcher vermehrte Industrie und Arbeit notwendig macht."Ähnlich auch Ure, philosophy of manufacture S. 448.
2 Vergl. R. Cobden , Political writings I S. 286 ff. Ure, CottonManufacture I Einl. S. 18, 36, 47, 56.