135—140 cm. 180 150-160 120—125
165—170 cm. 150 120—130 110—115
Ähnlich wie bei der Spinnerei ist jedoch die Zahl derthatsächlich von der Maschine vollführten Bewegungen inner-halb eines Arbeitstages weit geringer, als die einfache Multipli-kation der Schützenschläge mit der Minutenzahl ergeben würde.Der Webstuhl ist nicht während der ganzen Arbeitszeit inBewegung, vielmehr geht mit Fadenbrüchen und ähnlichenStörungen Zeit verloren. So werden in England bei einertheoretischen Geschwindigkeit von 240 Schlägen nicht mehrals 200 Schläge durchschnittlich ausgeführt, d. h. der Verlustbeträgt 16,6 °/o. Bei geringeren Geschwindigkeiten sinkt derVerlust bis auf 8 °/o herab. Dagegen wird mir für Elsafs20 bis 30°/o als durchschnittlicher Verlust bei glatten Gewebender erwähnten Breiten angegeben, für die Schweiz sogar einwenig mehr. Karl Grad führte vor der Enquetekommissioneinen nicht aufsergewöhnlichen Fall an, in dem bei glattemGewebe und Geschwindigkeit von 160 Schlägen pro Minuteder Verlust 34°/o betrug. Er begründet dies ausdrücklichmit dem Mangel an hochgelernter Arbeit 1 .
Aus dem angeführten ergiebt sich, dafs die englischenWebstühle in gleicher Zeit bedeutend mehr produzieren alsdie festländischen. Leider ist ein zahlenmäfsiger Vergleich wiefür die Spinnerei nicht zu geben, da es mir nicht gelungenist, Angaben für völlig gleiche Gewebe aus England undDeutschland zu erhalten — übrigens ein interessanter Zuginternationaler Arbeitsteilung. Wenn jedoch die englischenWebstühle um 30°/o schneller gehen als die deutschen undmindestens 10°/o weniger Verlust aufweisen, so folgt hieraus,dafs trotz 15 °/o kürzerer Arbeitszeit das Wochenerzeugniskein geringeres, sondern eher ein gröfseres sein mufs.
1 Protokolle der Enquete S. 372.