der Baum Wollindustrie, stimmen auf Grund vielseitiger prak-tischer Erfahrung in Indien dahin überein, dafs in keinemLande der Welt aufser in Lancasliire die Arbeiter eine solchenatürliche Beanlagung zur Textilindustrie besäfsen wie inIndien. „Man hat es hier nicht mit einer Klasse von Wildenzu thun, sondern mit einer Bevölkerung, die alles äufserst raschannimmt und die, wie die Erfahrung zeigt, aufsergewöhnlichschnell angelernt werden kann, da die neu entstehenden Spinne-reien stets neue Hände erfordern 1 ."
Wenn der grofsindustrielle Fortschritt also auch hier Hebungder ihm dienenden Arbeit mit sich bringt, so dürfte dasneueste Fabrikgesetz zwar für Indien sicher von Vorteil sein,kaum für Lancashire .
Wie in der Baumwollindustrie ist der aufgestellte Satzauch in anderen modernen Grofsindustrien zu belegen, soweitihre Erzeugnisse mefsbar und über die ganze Welt hin ver-gleichbar sind. In Betracht kommt hier vor allem die Eisen-industrie. So ergiebt sich aus der deutschen Eisenenquetevon 1878, dafs in einer Tonne Roheisen die Kosten der Arbeitin Cleveland weniger betrugen als in Deutschland , währenddie englischen Schichtlöhne weit höher waren als die deutschen 2 .Das der täglichen Leistung eines deutschen Hochofens ent-sprechende Quantum Roheisen würde danach in Cleveland nur115,77 M. anstatt 145,77 M. in Deutschland an Arbeitskosten
1 Bombay and Lancashire a. a. 0. S. 295.
2 Vgl. Protokolle S. 259, Frage 8; S. 698, Frage 9; S. 789,Tabelle 11. Was diese letztere Tabelle anlangt, so läfst sie sieb ver-werten durch Kombination der vom Bochumer Verein Qiit den von denClarence Works in Cleveland gezahlten durchschnittlichen Schichtlöhnepro Arbeiter (Spalte 3 und Spalte 7), der Summe der gezahlten Arbeits-löhne (Spalte 7 und Spalte 8) und der Erwägung, dafs die Produktioneines Hochofens auf den Clarence Works v'o dessen betrug, was einHochofen zu Bochum pro Schicht lieferte.